Gazette Schöneberg & Friedenau - April 2025

Gazette für Schöneberg und Friedenau

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GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

April 2025

Schöneberg & Friedenau

„Schokolonialismus. Sarotti in Tempelhof“ Sonderausstellung im Tempelhof Museum

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„Schokolonialismus. Sarotti in Tempelhof“

Sarotti Fuhrpark im Hintergrund mit Fabrik und Teltowkanal, um 1925. Archiv: Museen Tempelhof-Schöneberg

Sonderausstellung im Tempelhof Museum Kaum ein Lebensmittel erfreut sich so großer Beliebtheit wie Schokolade. Ihre Verbreitung ist untrennbar mit der Expansion des Deutschen Kaiserreiches und wachsenden globalen Warenströmen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbunden. Doch hinter dem wirtschaftlichen Erfolg steht eine oft vergessene Geschichte von Gewalt und kolonialer Ausbeutung. Berlin spielte über 150  Jahre lang eine bedeutende Rolle in der Schokoladenindustrie. Die Firma Sarotti, seit 1913 in der Tempelhofer Teilestraße ansässig, produzierte in einer damals hochmodernen Fabrik täglich bis zu 300.000 Tafeln. Ein Blick auf Sarotti offenbart die Verflechtungen zwischen Schokoladenproduktion und Kolonialismus.

Eintafelei in der Sarotti-Fabrik in Tempelhof, 1929. Archiv: Museen Tempelhof-Schöneberg

Rassismus und Ausbeutung Die Ausstellung thematisiert die rassistischen Werbestrategien des Unternehmens, die Folgen des Konsums und die bis heute

wirksamen Mechanismen der Ausbeutung. Zahlreiche Schokoladenverpackungen, die von Gästen im Rahmen eines öffentlichen

Erster Standort, 1921 Bayerischer Platz 11

Sammelaufrufs im letzten Jahr übergeben wurden, sind in der Ausstellung als Collage wiederzufinden. Sie veranschaulicht, wie tief Schokolade nicht nur als Genussmittel, sondern auch als Teil der Alltagskultur, in Werbung und Konsumverhalten verankert ist. Zur Ausstellung ist eine Dokumentation erschienen, die bei den Museen Tempelhof-Schöneberg erhältlich ist. Die Ausstellung „Schokolonialismus. Sarotti in Tempelhof“ ist bis zum Dienstag, 30. September im Tempelhof Museum, Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin, zu sehen. Weitere Informationen unter www.museentempelhof-schoeneberg.de/ schokolonialismus-sarotti-intempelhof

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WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS

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Liebe Leser_innen, ben Sie die Chance, an der Füh- rei Lichtenrade ist ein wunderbar gibt es viele, aber welche passen rung „Bahnbrechende Natur“ auf denkmalsanierter Ort, der zeigt, zu mir? dem Schöneberger Südgelände was alles möglich sein kann. Unser Aktionstag bietet die Mögteilzunehmen. Wenn Sie nicht Termin: 11.04.2025, von 14 lichkeit, sich über das Ausbilschon Fan dieses ökologischen bis 16  Uhr, VHS-Kursummer dungsangebot in unserem Bezirk Kleinods sind, werden Sie es be- TS101.003F zu informieren. Ob Handwerk, „Ab ins B!“ stimmt werden, denn auf dem Ort: Alte Mälzerei, Steinstraße 41, Industrie, Pflege oder Kaufleute Ein tolles Highlight, das Sie nicht stillgelegten Rangierbahnhof hat 12307 Berlin aus unterschiedlichen Branchen, verpassen sollten, sind die Ent- sich im Laufe der Jahrzehnte eine es ist für alle etwas dabei! Die Geschichtsvortrag deckertage von „Ab ins B!“ vom vielfältige Pflanzen- und Tierwelt Unternehmen und Institutionen 18. bis 27. April 2025. Zwischen entwickelt. Zudem möchte ich Sie auf den sind vor Ort, stellen ihre Angebote Im Einkaufszentrum Vortrag „Direkt vor der Haustür vor und laden zu zahlreichen Mitdem S-Bahnring und der Stadtgrenze gibt es Tempelhofer Hafen – Schlaglichter auf die NS-Herr- machaktionen ein. In lockerer At200 verschiedene Verkönnen Sie hinter die schaft in Tempelhof-Schöneberg mosphäre besteht die Möglichkeit, anstaltungsangebote, Kulissen schauen, in 1933-1945“ aufmerksam machen. erste Kontakte zu potentiellen 100  Sehenswürdigkeider Erinnerungsstät- Der Referent Dr. Andreas Bräuti- Arbeitgebern zu knüpfen. Geben ten, Ausflugsorte und te Notaufnahmelager gam ist u. a. Gründungsmitglied Sie diese Informationen gerne in Mariendorf drei experi- der Geschichtswerkstatt Lichten- Ihre Familien und Freundschaften Geheimtipps zu entmentelle Filme erleben rade und im Arbeitskreis Lern- weiter, damit wieder viele Schüdecken. Neun Bezirke machen mit und freuen oder im Südbloc an und Gedenkort für Annedore ler_innen bei „Mach Dein Ding!“ sich auf Ihren Besuch. Jörn Oltmann einem Familienschnup- und Julius Leber aktiv. In seinem dabei sein werden. Tempelhof-Schöneberg perkurs im Bouldern Vortrag wird er zeigen, wo die Der Aktionstag wird von unserer ist natürlich wieder mit am Start (Klettern) teilnehmen. Schauen zwölfjährige NS-Herrschaft in bezirklichen Wirtschaftsfördeund ich freue mich, dass es die- Sie sich das gesamte Programm unserem Bezirk bis heute sicht- rung in Zusammenarbeit mit der ses Jahr erstmals einen Botschaf- von „Ab ins B!“ an und machen Sie bare Spuren hinterlassen hat. Der Jugendberufsagentur und dem ter für unseren Bezirk gibt – die mit. Für Rückfragen steht Ihnen Abend schärft das Hinsehen und Netzwerk Ausbildung Tempel„Ufa-Fabrik“. Sie kann auf eine unsere bezirkliche Wirtschafts- Erkennen dieser Orte „direkt vor hof-Schöneberg veranstaltet. Wir besondere Gründungsgeschich- förderung zur Seite, Telefon (030) der Haustür“. freuen uns auf eine rege Teilnahte zurückblicken, bietet seit Jahr- 90277-3019. Benannt werden Orte der Täter- me – es lohnt sich wirklich! zehnten Kurse, Kunst und einen Das gesamte Programm finden schaft, des Terrors und der Verfol- Interessierte Schulklassen sind Kinderbauernhof. Bis heute ist sie Sie auf folgender Internetseite: gung, aber auch Orte des Wider- aufgerufen, sich schon jetzt der kulturelle Hotspot im Ortsteil www.abinsb.de/bezirke/tempel- standes, der Erinnerung und des anzumelden: www.eveeno. hof-schoeneberg/ com/302043076. Tempelhof. Gedenkens. Der Eintritt ist frei. Termin: Montag 14.04.2025 um Termin: 15.05.2025 von 10 bis Alte Mälzerei Lichtenrade 18 Uhr 14.30 Uhr Auf eine Zeitreise nimmt Sie eine Ort: Rathaus Schöneberg, John-F.- Ort: Dominicus-Sportplatz, PriesFührung der Volkshochschule Kennedy-Platz, 10825 Berlin terweg 4, 10829 Berlin Infos: Wirtschaftsberatung, TeleTempelhof-Schöneberg zur Ge- Infos: Telefon (030) 90277-6579 fon (030) 90277-3644 schichte der Alten Mälzerei im „Mach Dein Ding 2025“ Ich wünsche Ihnen wunderschö650. Jubiläumsjahr von Lichtenrade mit. Hier können Sie erfah- Nachdem im letzten Jahr unser ne Frühlingstage und ein frohes ren, wozu die Alte Mälzerei einst Aktionstag Ausbildung mit über Osterfest. diente und warum sie gerade an 1.600 Besuchenden so erfolgreich Herzliche Grüße diesem Standort errichtet wurde. war, freue ich mich zu „Mach Dein   Zudem wird der Frage nachge- Ding 2025“ einzuladen. Wie es   Am 19. und 20. April von jeweils gangen, wie sich das Areal rund nach der Schule weitergeht, ist für Jörn Oltmann 14.30 bis 16.30  Uhr und am um das historische Gebäude viele Schulabgänger_innen eine Bezirksbürgermeister 26.  April von 11 bis 13  Uhr ha- entwickeln wird. Die Alte Mälze- wegweisende Frage. Angebote von Tempelhof-Schöneberg Foto: Laurence Chaperon

„der April, der April, der macht, was er will!“ Egal, wie das Wetter wird – Tempelhof-Schöneberg hält wieder viele schöne Veranstaltungen für Sie bereit.

… in Gemeinschaft leben

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Albestraße 31 12159 Berlin Telefon: 030-85 00 03-0 Telefax: 030-85 00 03-98 verwaltung@ev-seniorenheim.de www.ev-seniorenheim.de

Das Heim im Friedenauer Kiez Zögern Sie nicht, uns anzurufen

Wir wollen unseren Bewohnern die Gewissheit geben: Jemand ist für mich da – Menschen, die mich kennen. Meine Persönlichkeit wird geachtet, geliebt und gefördert. Ich finde eine Umgebung vor, die Rücksicht nimmt auf mich und meine Bedürfnisse. Dies entspricht unserem christlichen Selbstverständnis. Das persönliche Gespräch ist ein unersetzliches Gut. Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin zur Hausbesichtigung.

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Im Botanischen Garten wird eine Arten-Rallye angeboten. � Foto: Jon A. Juárez / Botanischer Garten Berlin

Ivan Thieme tritt mit seinem Programm „Fühl ich – die Dernière“ in der ufaFabrik auf.� Foto: Marvin Ruppert

„Ab ins B!“ startet in die dritte Runde Berliner Bezirke jenseits der City erleben deckungsreisen über das Schöneberger Südgelände unter dem Motto „Bahnbrechende Natur“ und Comedy in der Ufa Fabrik werden in Tempelhof-Schöneberg präsentiert. Außerdem gibt es Boulder-Schnupperkurse, Führungen hinter die Kulissen des Einkaufszentrums Tempelhofer Hafen und einen Osterbrunch mit Eiersuche.

Kunst, Märchen und Führungen

Auf dem Schöneberger Südgelände gibt es Führungen zum Thema „Bahnbrechende Natur“ und eine Osterrallye. Um Ostern herum ist das rote B wieder in der Stadt unterwegs! Von Karfreitag, 18. April 2025 bis Sonntag, 27. April stellen neun Berliner Bezirke jenseits der City in einer gemeinsamen Aktion ihre touristischen Angebote ins Rampenlicht: Zwischen S-Bahnring und Stadtgrenze gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Ausflugsorte und Geheimtipps zu entdecken. Mit über 200 verschiedenen Angeboten und Aktionen lädt „Ab ins B!“ Touristen, aber auch Berliner dazu ein, neue Seiten an der Stadt zu entdecken.

Von Abhörstation bis Zitadelle Auch im dritten Jahr gibt es im Rahmen der Entdeckertage „Ab ins B!“ ein vielfältiges

In Steglitz-Zehlendorf gibt es Spaziergänge zu Plätzen vermeintlicher Idylle und Nachkriegsweltgeschichte, aber auch Führungen durch die Liebermann-Villa, geführte Radtouren und eine Architekturführung durch die Waldsiedlung Zehlendorf. Außerdem wird die Geschichte der Domäne Dahlem im Rahmen einer Direktorenführung erläutert. Im Kunsthaus Dahlem gibt es öffentliche Ausstellungsrundgänge und im Jagdschloss Grunewald Märchen-Open Air und Schlossgeschichten mit dem Gespenst Waldemar. Im Botanischen Garten wird eine Arten-Rallye angeboten und im Kunstworkshop „Die Kuh und Du“ können Familien mit Kindern ab 8 Jahren ihre eigene Sichtweise auf Kühe und andere Tiere mittels eigener Werke ausdrücken.

Angebot: Extra-Führungen und -Touren, Nordic Walking, Mahnmal und Jubiläum vergünstigte Eintritte, kulturelle Darbietungen, Osterspecials oder kreative Mit- Charlottenburg-Wilmersdorf lockt mit der machaktionen. Von A wie Abhörstation bis Jubiläumsausstellung zum 75-jährigen BeZ wie Zitadelle machen mehr als 100 Orte stehen des Georg Kolbe Museums. Aber mit, u. a. das Schloss und der Gutshof Britz in auch viele Führungen – auf dem TeufelsNeukölln, die B.L.O.-Ateliers in Lichtenberg, berg, rund um das Olympiastadion, zur der Industriesalon in Treptow-Köpenick, die Architektur von Hans Scharoun und zum Handwerksbäckerei Laufer in Reinickendorf, 150. Geburtstag von Rainer Maria Rilke stedie Gärten der Welt in Marzahn-Hellersdorf, hen auf dem Programm. Nordic Walking im Grunewald, ein Rundgang am Mahnmal das Fort Hahneberg in Spandau. Gleis  17 und ein Besuch im Ökowerk am Filme, Osterrallye und Bouldern Teufelssee sind weitere Höhepunkte im BeExperimentelle Filme, die nur im Übergangs- zirk. wohnheim für Geflüchtete in Marienfelde zu Das gesamte Programm für alle Bezirke ist sehen sind, eine Osterrallye sowie kleine Ent- unter www.abinsb.de zu finden.

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„Urbanes Leuchten, natürliche Stille: Zwei Welten im Bild“ Fotografie-Ausstellung in der Volkshochschule am Barbarossaplatz Die Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg (VHS) zeigt im Rahmen des diesjährigen „Monats der Fotografie-Off Berlin“ die Ausstellung „Urbanes Leuchten, natürliche Stille: Zwei Welten im Bild“. Unter der Leitung des deutsch-argentinischen Künstlers und Fotodozenten Lutz Matschke (Deutsche Gesellschaft für Photographie, DGPh) haben die Teilnehmenden eines Kurses der Volkshochschule eindrucksvolle Fotoarbeiten geschaffen. Sechs Fotografen und Fotografinnen zeigen nun erstmals ihre Arbeiten der Öffentlichkeit.

Natur und Menschen Die Ausstellung zeigt Stadt- und Naturaufnahmen: Teresa Krätschell lädt zu einem reflektierenden Spaziergang durch das Regierungsviertel ein und setzt

Mensch und Architektur subtil in Beziehung. Sabrina Ortmann zeigt Menschen aus Berlin, die sich in ihrer subjektiven Individualität präsentieren. Susanne Remus zeigt malerische Nordsee-Strandlandschaften, während Andreas Büchler abstrakte und realistische Lichter im Dunkeln fotografiert, die Orte in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Nils Rydberg assoziiert durch dunkle Gänge das Gedächtnis. Isabel Rühl zeigt, wie besonders und einzigartig die nordische Natur ist. Am 4. April 2025 lädt die VHS lädt gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern um 17 Uhr zu einer Midissage ins Haus am Barbarossaplatz ein.

Tradition und Moderne liegen in Polen eng beieinander. In alten Fabrikgebäuden sind heute Kulturzentren und Museen untergebracht und die polnische Hauptstadt Warschau hat sich zu einem der wichtigsten Wirtschaftszentren Osteuropas aufgeschwungen. Warschaus Altstadt ist gar nicht so alt, wie es scheint, während es in Torun, Lodz und Posen „echte“ historische Mauern gibt. Im Wodkamuseum schauen wir tief in die polnische Seele, und bei den gemeinsamen Mahlzeiten kommen wir auf den Geschmack Polens.

• Torun, Lodz und Posen • Hauptstadt Warschau • Alte Mauern und moderne Bauten • Wodkaprobe inklusive • Busreise incl. MPR-Reiseleiter

Portraitreihe Let me Be(rlin). Foto: Sabrina Ortmann

Erfahrungen im Podcast In der Podcastreihe Ohrenblicke beschäftigt sich eine Folge ausschließlich mit den Fotokursen.

Darin erzählt Kursleiter Alexander Hill von seinen Erfahrungen. Auf der Internetseite der VHS finden Sie die Podcast-Folge zum Nachhören. Wer selber fotografieren lernen möchte oder neue Anregungen für Fotos sucht, kann sich auf der Internetseite der VHS unter www.berlin.de/vhstempelhof-schoeneberg über das Kursangebot informieren. Die Ausstellung wird bis zum 28. Mai in der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg, Einstein-Bögen im 1. Obergeschoss, Barbarossaplatz 5, gezeigt. Weitere Informationen unter www. sabrinaortmann.de/urbanesleuchten-natuerliche-stille-zweiwelten-im-bild

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Elisabeth-Klinik an zwei Berliner Standorten Für die seelische Gesundheit junger Menschen Nach dem ersten Standort der Elisabeth-Klinik für seelische Gesundheit junger Menschen (SGJM) an der Wüsthoffstraße 15 in Tempelhof ist im vergangenem Jahr ein zweiter Standort hinzugekommen: In der kinder- und

jugendpsychiatrischen Versorgungsklinik in Zehlendorf finden junge Menschen bis zur Volljährigkeit nun an der Potsdamer Chaussee 90 ebenfalls professionelle Hilfe, die sie bei psychischen Erkrankungen benötigen. Beide Standorte sind hervorgegangen aus der ehemaligen SGKJ des St. Joseph Krankenhauses und bieten nun als eigenständige Elisabeth-Klinik in Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf eine Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) als erste Anlaufstelle. Die SGJM arbeitet standortübergreifend nach einem gemeinsamen Konzept und im engen Austausch der Teams untereinander. Dachorganisation der Klinik sind die Josefwerke. An beiden Bezirksstandorten bestehen ambulante, voll- und teilstationäre Behandlungsangebote. Neben dem regelmäßigen Austausch der beiden Klinikstandorte untereinander besteht der Kontakt zu anderen kinder- und

jugendpsychiatrischen sowie erwachsenenpsychiatrischen Kliniken für eine verbesserte Zusammenarbeit und den gegenseitigen Nutzen von Erfahrungen. Selbstverständlich ist für die erfolgreiche Arbeit der Klinik eine enge Kooperation mit Jugendämtern, Jugendhilfeträgern und den Schulen der beiden Bezirke unerlässlich. Um auch jungen Menschen mit psychischer Erkrankung, die nicht aus Deutschland stammen und Sprachprobleme haben, an beiden Standorten der Elisabeth-Klinik individuell passgenaue Behandlung gerade auch in der Traumatherapie bieten zu können, wird vom Klinik-Team äußerst kultursensibel vorgegangen bzw. werden kulturelle Besonderheiten berücksichtigt und ggf. Dolmetscher oder technische Hilfsmittel hinzugezogen. Die ärztliche Leitung der Elisabeth-Klinik liegt bei Dr.  Jakob Florack, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie.

Individuelle Therapie, passgenau für junge Menschen Chefarzt Dr.  Florack und sein multiprofessionelles Team achten genauestens darauf, dass die jeweilige Behandlung der jungen Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Angsterkrankung, Suchterkrankung, Essstörung, Depression, Aufmerksamkeitsstörung oder

Dr. Jakob Florack, Leiter der Elisabeth-Klinik. � Foto: Manuel Tennert Zwangsstörung zu deren gegenwärtiger Lebenssituation passt. Sie werden als Betroffene dabei ebenso in die Entscheidung mit einbezogen, welche Therapie für sie die richtige ist, wie Eltern und Bezugspersonen. Das Klinikteam besteht aus etlichen Berufsgruppen, darunter Pflege- und Erziehungsdienst, der die Alltagsbegleitung übernimmt, Ärzte und Psychologen, die Psychotherapie durchführen, und ein Sozialdienst, der sich mit dem Jugendamt abstimmt. Darüber hinaus bieten Fachtherapeuten Kunst- und Ergotherapie an. Hervorzuheben ist dabei, dass jede Berufsgruppe ihre eigenen Perspektive auf den jungen Menschen und den jeweiligen Behandlungsprozess hat. – Gewinn und Herausforderung zugleich, wenn es darum geht, ausreichend Raum für den effektiven Austausch dieser Per spektiven zu schaffen. Hier setzt auch in der Klinik die Behandlung nach Dialektischer Verhaltenstherapie (Dialektisch-Behaviorale Therapie, DBT-A) an: Dabei steht die Vermeidung einseitiger und bewertender Blicke auf die Behandlung im Vordergrund, um den dialektischen Blick und Umgang zu wahren. Man spricht von „bihavioraler Therapie“, weil viele unterschiedliche Psychotherapietechniken aus der Verhaltenstherapie zur Anwendung kommen. Das „A“ steht, einfach erklärt, für „auf Menschen im Jugendalter angepasst“. Dr. Florack erklärt: „Die DBT wurde entwickelt, um Menschen mit Gefühlsschwankungen, Identitätsstörungen, suizidalen Krisen und zwischenmenschlichen Problemen zu helfen. Es handelt sich um ein sehr wirksames und gut beforschtes Psychotherapie-Konzept.“

Foto: Dirk Pagels

Gerade für junge Menschen, die unter starken Gefühlsschwankungen leiden, sich beispielsweise selbst verletzen, hat die Elisabeth-Klinik ein spezifisches Angebot entwickelt. Denn diese Betroffenen sind innerhalb der Gruppe psychisch Erkrankter zusätzlich stigmatisiert und finden in den seltensten Fällen adäquate fachliche Hilfe.

Vorbeugen ist besser als heilen

Große und kleine Patienten finden in der Klinik, was zu ihnen passt. �

Foto: Dirk Pagels

Doch wer sind diese jungen Patienten, die im geschützten Raum der Elisabeth-Klinik hin zu einem Leben mit mehr Zufriedenheit und Lebensmut therapiert werden? Dr. Florack erklärt, dass die meisten Patienten Jugendliche sind,

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Gazette Schöneberg & Friedenau  |  April 2025  |  7 da in diesem Alter die meisten psychischen Erkrankungen beginnen. Doch auch schon ab dem Alter von zwei Jahren kann ein tagesklinisches Angebot angenommen werde, in dessen Rahmen Familien mit Kindern im Vorschulalter unter starkem Einbezug der Eltern behandelt werden. Während bis zum Alter von 13  Jahren die Behandlung von Jungen überwiege, würden ab dem Pubertätsalter psychi Ein Weg zu mehr Lebenszufriedenheit. � Foto: Dirk Pagels sche Erkrankungen bei Mädchen häufiger. Bei den Eltern Betroffener besteht hoher Beratungsbedarf, da sie häufig die psychische Erkrankung ihres Kindes schuldhaft verarbeiten – nicht zuletzt bedingt durch die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen in unserer Gesellschaft, die nicht selten den Eltern die Schuld an der Erkrankung gibt. Doch die Gründe dafür sind weitaus komplexer und von vielen Faktoren abhängig. Dr. Florack dazu: „Mit den meisten Eltern gelingt es, Verhaltensweisen zu erarbeiten, die zum Rückgang der Schwere der psychischen Erkrankung beitragen. Die Schule ist ein sehr relevanter Sozial- und Lehrraum für Kinder und Jugendliche.“ Daher sei es wichtig, mit dem Schulbereich gemeinsam an einem sinnvollen Umgang mit der psychischen Erkrankung in schulischem Kontext zu arbeiten. Laut Studien, kann eine Zunahme psychischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter aufgezeigt werden. Die Gründe für eine Zunahme psychischer Belastungen sind vielgestaltig und unterscheiden sich häufig inner halb der Betroffenengruppe. Eine Gemeinsamkeit besteht dabei im Zusammentreffen zahlreicher ungelöster globaler Probleme wie Klimakrise, Krieg in Europa und ungünstige wirtschaftliche Entwicklung, die sich immer stärker auf die Familien und damit auch die Kinder und Jugendlichen auswirken. Aber auch die im Durchschnitt sehr hohe Nutzungsdauer digitaler Medien hat bei vielen jungen Menschen negativen Einfluss auf die mentale Gesundheit. So ist Video-und Internetabhängigkeit auch in Berlin großes Thema, zumal es dafür nur wenige Behandlungsmöglichkeiten gibt. Die Elisabeth-Klinik ist dabei, neben der bereits bestehenden Spezialsprechstunde diesbezüglich ein spezielles Behandlungsangebot zu entwickeln. Doch wie kann die Gesellschaft einem weiteren Anstieg von psychischen Erkrankungen bei der jungen Generation entgegenwirken bzw. vorbeugen? Dr.  Florack betont: „Durch eine Vielzahl gleichzeitig ablaufender Entwicklungen ist unsere Gesellschaft stark herausgefordert, Anpassungsprozesse zu entwickeln. So sind wir aus meiner Sicht in Bezug auf die Digitalisierung mittendrin. Einige Staaten, die ihren Bildungsbereich weitgehend digitalisiert haben, rudern nun schon wieder zurück und stellen ihre Methodik auf analoge Unterrichtsmittel um. Doch diese Prozesse benötigen Zeit und können in der Zwischenzeit psychische Probleme verursachen. Die wichtigste präventive Maßnahme ist, Kinder und Jugendliche nicht aus dem Blick zu verlieren. Aufgrund des relativ

Foto: Dirk Pagels

abnehmenden Anteils an der und Betroffene besser vernetzt Gesamtbevölkerung besteht werden. So finde aktuell zu weaber die große Gefahr, dass nicht nig Austausch zwischen dem Gegenug in Bildung, Betreuung und sundheitssektor und der JugendMöglichkeiten ausreichend sozi- hilfe statt. Die Elisabeth-Klinik hat aler Teilhabe investiert wird. Dies in ihren Versorgungsgebieten halte ich für eine große Gefahr, da jedoch Kooperationsprojekte sich demzufolge die Anzahl und eingeleitet, um diesem Missstand Schwere psychischer Erkrankun- entgegenzuwirken. gen weiter erhöhen wird.“ Und so erklärt Dr.  Florack mit Wichtig sei es deshalb, ausrei- dem Blick auf morgen: „Ich wünchend kindgerechte Orte zu sche unserer Gesellschaft, dass schaffen bzw. zu erhalten und in die Anpassungsprozesse an die kinderfreundliche Angebote zu globalen Voraussetzungen auf investieren. Doch sind heute in eine Weise funktionieren, die vielen Berliner Bezirken im täg- – anders als ich es aktuell be­ lichen Straßenbild Kinder mitt- obachte – den Zusammenhalt lerweile eher die Ausnahme als fördern. Das gesellschaftspolitidie Regel. – Aber ohne eine ge- sche Klima wirkt sich erheblich sunde Entwicklung von Kindern auf die Lebenszufriedenheit und und Jugendlichen kann unsere psychische Gesundheit junger Gesellschaft auf die Dauer nicht Menschen aus, und ich sehe es als funktionieren. gesamtgesellschaftliche Aufgabe, daran zu arbeiten.“ Der Weg zur psychischen Der Weg zur Elisabeth-Klinik führt Gesundheit über das Anmeldeformular auf Dr. Florack hält es für notwendig, der noch gültigen Homepage, dass Hilfsangebote für Familien die aber demnächst relaunched wird: www.josefwerke-berlin.de/ einrichtungen/elisabeth-klinik Fällt das Formular-Ausfüllen schwer, besteht die Möglichkeit der telefonischen Anmeldung unter 030 7882 2036. In Notfällen kann jederzeit die zentrale Notaufnahme des Klinikstandortes in Tempelhof aufgesucht werden. � Jacqueline Lorenz Elisabeth-Klinik für seelische ­ esundheit junger Menschen G

Elisabeth-Klinik, Standort Zehlendorf.

Standort Tempelhof-Schöneberg Wüsthoffstraße 15 12101 Berlin Standort Steglitz-Zehlendorf Potsdamer Chaussee 90 14129 Berlin www.josefwerke-berlin.de/ einrichtungen/elisabeth-klinik

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10 Jahre Kunsthaus Dahlem Vom Atelierhaus für Breker zum Treffpunkt für Kunstbegeisterte Schon der Blick in den Garten ist ein Erlebnis: Auf dem großzügigen Grundstück im Grunewalder Käuzchensteig stehen Skulpturen wie das „Tor der Kugel“, „Zweiteiliges Raummotiv II“ und „Großer Phönix III“. Rund um das Areal befinden sich Wohnhäuser aus der Nachkriegszeit. Das große Gebäude auf dem Grundstück hat eine bewegte Geschichte. In

diesem Jahr ist es 10  Jahre her, dass das Kunsthaus Dahlem seine Türen öffnete und seither mit zahlreichen Ausstellungen ein fester Anlaufpunkt für das Publikum wurde.

Gebäude aus dem Dritten Reich Das Atelierhaus, für das die Bäume im Grunewald gerodet wurden, ist etwas ganz Beson deres. Es ist eines der wenigen wurde das Haus für den BildhauGebäude für die von den Nati- er Arno Breker, in der NS-Zeit als onalsozialisten geplante „Welt- den „bedeutendsten deutschen hauptstadt Germania“, das tat- Bildhauer der Gegenwart“ besächlich gebaut wurde. Der oft zeichnet, der sich hier aber nicht genannte Flughafen Tempelhof lange aufhielt. Das von 1939 bis entstand bereits, bevor Pläne für 1942 errichtete Gebäude hatte Germania existierten. Rund um ein Glasdach. Dies erwies sich das Atelierhaus sollte eine Künst- während der Bombenangriffe lerkolonie verwirklicht werden, ab 1943 als äußerst unpraktisch, dazu kam es nicht mehr. Gebaut da regelmäßig Trümmer und Für sene Erwach der und Kin

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„Tor der Kugel“ von 1988-89 im Garten des Kunsthaus Dahlem „ein Teppich von Glassplittern“, so Breker in seiner Biografie, auf dem Boden und den Skulpturen lagen. Der Bildhauer bevorzugte daher seine Werkstätten nahe Schloss Jäckelsbruch bei Wriezen als Arbeitsstätte.

„Das Auge des Nemesis“ von 1979/80 vor der Schaubühne.

Beton-Cadillacs von Wolf Vostell auf dem Rathenauplatz.

„Flamme“ von 1962-63 auf dem Ernst-Reuter-Platz.

Künste. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Bildhauer der Nachkriegszeit. Bekannte Werke von ihm sind die „Flamme“ auf dem Ernst-Reuter-Platz, das „Auge der Nemesis“ auf dem

nach dem Krieg hier ihr Ausbildungszentrum im großzügigen Hauptatelier und zeitweilig wurden Filmrequisiten eingelagert. Anfang der 70er-Jahre wurde das Hauptatelier in acht klei Rathenauplatz steht, entstand ebenfalls im Atelierhaus am Käuzchensteig. Nach Bernhard Heiligers Tod im Jahr 1995 wurde eine Stiftung in seinem Namen gegründet. Die Bernhard-Heiliger-Stiftung vergibt jedes Jahr den Bernhard-Heiliger-Preis für herausragende Leistungen im Bereich der Bildhauerkunst und unterstützt Nachwuchsbildhauer durch Stipendien. Führungen durch Atelier und Skulpturengarten, Organisation von Ausstellungen und Bildhauerprojekte mit Kindern sind weitere Aktivitäten der Stiftung.

Bernhard Heiliger erschuf die „Flamme“ Im Jahr 1949 zog hier Bernhard Heiliger mit seiner Familie ein. Der 1915 in Stettin geborene Künstler hatte zunächst eine Steinbildhauerlehre absolviert. 1938 nahm er ein Studium an der Vereinigten Staatsschule für Freie und Angewandte Kunst in Berlin auf und kam in die Klasse von Arno Breker. Der sehr talentierte Heiliger wurde zum Meisterschüler und sammelte weitere Erfahrungen bei einem Aufenthalt in Paris. Später arbeitete er in Brekers Werkstätten in Wriezen mit. Gegen Kriegsende wurde er eingezogen. Als das nationalsozialistische Regime kapituliert hatte, kehrte er nach Berlin zurück und begann seine freie bildhauerische Tätigkeit. 1949 zog er in das Atelierhaus in Dahlem und begann seine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Bildende

Tierplastiken von Ewald Mataré

„Liegende“, 1948, Bronze, 31 x 62 x 24 cm. Lehniner Platz vor der Schaubühne und der „Auftakt“ im Gebäude der Philharmonie Berlin.

Cadillacs für den Rathenauplatz Doch Heiliger war nicht der Einzige, der im Atelierhaus arbeitete. Die Steinmetzinnung hatte

nere Ateliers unterteilt, die an Stipendianten vergeben wurden. Hier arbeiten Künstler wie Lazlo Lakner, Karol Broniatowski und viele weitere. Das von Wolf Vostell geschaffene Kunstwerk „2  Beton-Cadillacs im Stil der nackten Maja“, das auf dem

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Für die Nutzung als Kunsthaus Dahlem ließ man das Atelierhaus und die jetzigen Ausstellungsräumen denkmalgerecht umbauen. So wurde der Bogen zwischen den Anfängen des Hauses im Nationalsozialismus bis zur modernen Kunst geschlagen. Im Kunsthaus Dahlem wird noch bis zum 9. Juni die Ausstellung „Nichts ohne Natur“ mit Tierplastiken von Ewald Mataré gezeigt. Kunsthaus Dahlem, Käuzchensteig 8 – 12, 14195 Berlin, www. kunsthaus-dahlem.de

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„Mythos Tempelhof“ Vortrag am 9. April über die dunklen Jahre des Tempelhofer Feldes Kiezhistoriker Hans-Ullrich Schulz beleuchtet in seinem Vortrag „Mythos Tempelhof – die dunklen Jahre des Tempelhofer Feldes (1933-1945)“ die folgenschweren Ereignisse dieser Zeit und ihren Einfluss auf das heutige Berlin. Anhand von zahlreichen Bildern und Dokumenten kann das Publikum tief in die Geschichte des Tempelhofer Feldes während der düsteren NS-Zeit einzutauchen und mehr über seine verborgenen Kapitel zu erfahren Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten geriet der zivile Zentralflughafen immer mehr in Fokus der Luftwaffe und NS-Propaganda. Die Verbindungen zwischen der Deutschen Lufthansa und dem NS-Regime wurden enger, während der monumentale Flughafenneubau unter der Leitung und mit finanziellen Mitteln des Reichsluftfahrtministeriums

helm-Straße  22, 12103  Berlin, statt. Der Eintritt ist frei.

Über den Referenten Der Referent Hans-Ulrich Schulz, Jahrgang 1950, geborener Mariendorfer, beschäftigt sich seit mehr als 45 Jahren mit der Kiezgeschichte seines Bezirkes und hat zwischenzeitlich drei Bücher zur Post- und Zeitgeschichte der Berliner Luftbrücke, des Flugplatzes Johannisthal sowie des Zentralflughafens Tempelhof im Zweiten Weltkrieg herausgegeben. Zudem hält er aufgrund seiner umfangreichen Sammlung Der Vortrag findet am Mittwoch, 9. April im Café Kurve statt. an Ansichtskarten, Fotos und Do� Foto: Jacqueline Lorenz kumenten Vorträge zu diversen geschichtlichen Themen seines realisiert wurde. Im Zweiten Welt- orte der Rüstungsindustrie des Heimatbezirks. krieg diente der Zentralflughafen deutschen Reiches. Veranstalter ist der Nachbarnicht nur als Fliegerhorst, son- Der Vortrag findet am Mittwoch, Schatz, eine Initiative zur Fördern entwickelte sich zu einem 9. April 2025 von 18 bis 19.30 Uhr derung von Gemeinschaft und der größten Produktionsstand- im Café Kurve, Friedrich-Wil- Kulturaustausch.

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Aktionstag Ausbildung 2025 „Mach dein Ding“ geht in die dritte Runde

Bereits zum dritten Mal in Folge treffen sich die Schülerinnen und Schüler aus dem Bezirk, um im direkten Gespräch ihren potenziellen neuen Ausbildungsbetrieb zu finden. Die Veranstaltung wird auch in diesem Jahr wieder

auf dem Dominicus-Sportplatz stattfinden. Im vergangenen Jahr haben sich über 60 Aussteller den knapp 2000 angemeldeten Jugendlichen präsentiert. Auch 2025 sind alle interessierten Unternehmen

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eingeladen, sich auf dem Aktionstag vorzustellen. Die Teilnahme am Aktionstag Ausbildung, der am 15. Mai von 10 bis 14 Uhr auf dem Dominicus-Sportplatz, Priesterweg 3, stattfindet, ist kostenlos. Bezirksbürgermeister Jörn Olt mann, Schirmherr des Aktionstags: „Der Aktionstag Ausbildung ist ein erfolgreiches Konzept und wird sehr gut angenommen. Das große Interesse der Jugendlichen, sowie der Unternehmen, zeigt sich in der stetig steigenden Zahl der Teilnehmenden auf beiden Seiten. Der Sportplatz bietet den perfekten Raum, um bei einem zwanglosen Kennenlernen den Grundstein für eine gemeinsame Zukunft zu legen. Zudem wurde die Werbung mit dem Motto „Mach dein Ding“ von Jugendlichen für Jugendliche entworfen. Wir hoffen, dass wir die jungen Menschen dort abholen, wo sie sind.“ Anmeldeschluss für Unternehmen ist der 11.  April 2025. Anmeldung unter www.berlin.de/ii1532398 Schüler, die einen Ausbildungsoder Praktikumsplatz suchen, finden die Anmeldemöglichkeit unter www.eveeno.com/302043076

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RATGEBER

Der Kudamm ist vor allem bei Touristen beliebt.

Gute Noten für den Kudamm Berliner Einkaufsstraßen trotzen Konjunktur und Online-Handel bei überdurchschnittlich viel Geld aus. Trotz zunehmendem Onlinehandel kommen die Befragten der Studie unverändert häufig in die Innenstadt.

Zufrieden mit Handel und Erlebnis

Im Rahmen der bundesweiten Vergleichsstudie „Vitale Innenstädte 2024“ wurde die City West gut bewertet. Besucherinnen und Besucher rund um den Kudamm geben da Pro Berliner Standort – City West, Schloßstraße in Steglitz und Hacke’sche Höfe – wurden rund 1000 Passantinnen und Passanten befragt. Die City West mit Ku´damm und Tauentzien profitiert demnach vor allem von Gästen, die außerhalb Berlins leben. Diese kommen zwar seltener als einmal im Vierteljahr, bleiben dafür länger als zwei Stunden.

Zahle ich zu viel Miete? Mietpreisprüfstelle des Senats startet Berliner Mieterinnen und Mieter können ab sofort durch eine Mietpreisprüfstelle kostenlos überprüfen lassen, ob ihre Miete überhöht ist. Wenn der Verdacht besteht, dass der Vermieter die Mietpreisbremse nicht einhält oder ein Fall von Mietwucher vorliegt, können sich Mieter. bei der Mietpreisprüfstelle beraten lassen. Dies sollte vorab über den Abfrageservice

zum Berliner Mietspiegel online geprüft werden. Der Mietspiegel gibt einen aktuellen Orientierungsrahmen über die Höhe der ortsüblichen Mietpreise für nicht preisgebundenen Wohnraum in Berlin. Weitere Informationen zur Mietpreisprüfstelle unter www.berlin. de/-ii1535292 Weitere Informationen unter www.berlin.de/ sen/wohnen/mieterschutz

Jeder zweite Besucher gibt zudem mehr als 100 Euro bei seinem Besuch aus. Insgesamt vergaben die Befragten für die Attraktivität in der City West die Schulnote 2,3, die damit im Vergleich zu 2022 besser ausfällt. Mit dem Handels- und Erlebnisangebot sind die Besucherinnen und Besucher überwiegend zufrieden. Allerdings wünschen sie sich mehr Grün in der Innenstadt, eine Aufwertung der Plätze und Maßnahmen gegen leerstehende Läden. Zu den häufigsten Kritikpunkten gehören mangelnde Sauberkeit, das Fehlen öffentlicher Toiletten und das Thema Sicherheit.

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Osterfest Friedenau Die Schmiljanstraße lädt zum Feiern ein

Artgerecht aus Tradition

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Mit gutem Gewissen genießen Vom 19. bis 21. April 2025 verwandelt sich die Schmiljanstraße in eine lebendige Festmeile. Das Osterfest Friedenau bietet ein vielseitiges Programm für die ganze Familie. Besucherinnen und Besucher können sich auf ein abwechslungsreiches musikalisches Rahmenprogramm freuen. Live-Acts sorgen mit stimmungsvoller Musik für die passende Atmosphäre, während zahlreiche Marktstände Kunsthandwerk und Osterdekorationen präsentieren. Für die

Kleinen gibt es Kinder-Fahrgeschäfte, Bastelaktionen und weitere Mitmachangebote. Street Food-Stände bieten kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt – von herzhaften Spezialitäten bis hin zu süßen Leckereien. Das Osterfest Friedenau findet vom Samstag, 19. bis Montag, 21. April 2025 in der Schmiljanstraße statt. Beginn ist jeweils um 12 Uhr. Gefeiert wird Samstag und Sonntag bis 22 Uhr, am Ostermontag endet das Fest um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Bald ist Ostern: Mit Lammspezialitäten, wie Lammlachse, Lammhüfte, Lammkeule, Lammschulter und Lammkarree bieten wir kulinarischen Genuss vom Feinsten! Wir verarbeiten Fleisch von Betrieben, die für eine humane Form der Tierhaltung stehen. Mit innovativen sowie traditionellen Rezepten, unserem bekannt hohen Niveau und eigener Produktion bieten wir Qualität, die allen schmeckt! Eine besondere Spezialität ist unser Dry Aged Beef, Entrecote und Rumpsteak, von Neulandrindern aus artgerechter Freilandhaltung. Durch die traditionelle, bis zu sechs Wochen dauernde Trockenreifung am Knochen bewahrt sich das Fleisch den Saft. Klassiker wie unsere hausgemachte Französische Merguez sind ebenfalls

Ausstellung ehrt Ika Hügel-Marshall Die Volkshochschule (VHS) Tempelhof-Schöneberg zeigt bis zum 30. April die Ausstellung „Durch Farbe ins Leben. Through color into life“ mit einer Auswahl grafischer Arbeiten von

„Vögel“ von Ika Hügel-Marshall. Ika Hügel-Marshall (1947-2022). Die Künstlerin war eine wichtige Stimme der afrodeutschen Community und setzte sich mit Rassismus, Feminismus und der Schwarzen Frauenbewegung auseinander. Über 30 Jahre lebte und wirkte sie in Schöneberg.

Die Vernissage findet am Freitag, 7. März 2025 um 17 Uhr in den Einstein-Bögen im 1. Obergeschoss am Barbarossaplatz 5 statt. Kuratorin Kasia Flak und Dr. Dagmar Schultz werden in die Ausstellung einführen. Kathleen Knötzsch liest aus Hügel-Marshalls Werk „Daheim Unterwegs. Ein deutsches Leben“. Musikalische Begleitung kommt von Angela Ordu und Daniela Barillas, zudem wird ein Kurzfilm von BBC Witness History gezeigt. Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 8.30 bis 21.30 Uhr und Samstag und Sonntag von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet. In den Schulferien gelten abweichende Öffnungszeiten. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen sind auf der Internetseite der VHS (www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail. aspx?id=734477) zu finden. Die Ausstellung und Vernissage sind Teil des Programms zum Frauenmärz 2025 im Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

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Christoph 31 vor dem Botanischen Garten. �

Foto: Jacqueline Lorenz

Berliner Engel im Dauereinsatz Berlins „Christoph 31“ flog deutschlandweit die meisten Einsätze Die fliegenden Gelben Engel in Berlin und Brandenburg hoben 2024 zu 5.289 Einsätzen ab und bewegten sich damit auf dem Niveau des Vorjahres (5.223 Einsätze). Deutschlandweit verzeichneten die ADAC Rettungshubschrauber hingegen einen Einsatzrückgang von 4,5 Prozent auf 49.048 Flüge. Als Gründe für den Rückgang der Einsätze sieht die gemeinnützige ADAC Luftrettung neben normalen Einsatzschwankungen und wetterbedingten Flugausfällen die erweiterten Befugnisse für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter sowie den zunehmenden Einsatz von Telenotärztinnen und Telenotärzten. Dass die Region Berlin-Brandenburg gegen den Deutschlandtrend ein leichtes Einsatzplus verzeichnen konnte, liegt an der deutlichen Zunahme an Einsätzen von „Christoph 31“. Das Berliner Wahrzeichen flog 2024 zu 2.070 Notfällen, ein Plus von knapp 18 Prozent. Nach drei Jahren ist „Christoph 31“ somit wieder Deutschlands Rettungshubschrauber mit den meisten Einsätzen vor „Christoph 15“ (Straubing) mit 1.814 und „Christoph 18“ (Ochsenfurt) mit 1.795 Einsätzen.

Weniger Einsätze für Brandenburgs Christophs Die drei Rettungshubschrauber der beiden ADAC Luftrettungsstationen im Bundesland Brandenburg folgten 2024 hingegen dem Bundestrend. 3.219 Einsätze stehen hier 3.466 im Jahr 2023 gegenüber, was sogar einem Rückgang von mehr als sieben Prozent entspricht. Die Doppelstation in Senftenberg ist eine der leistungsfähigsten und modernsten Luftrettungsstationen Deutschlands und gleichzeitig die größte der 38 Stationen der ADAC Luftrettung.

Intensivtransporthubschrauber „Christoph Brandenburg“ verzeichnete 2024 1.029 Einsätze (2023: 996 Einsätze), „Christoph 33“ 1.248 Einsätze (2023: 1.399 Einsätze). „Christoph 39“, stationiert in Perleberg, rückte im vergangenen Jahr zu 942 Notfällen aus (2023: 1.071).

Wer landete in Berlin? • „Christoph 31“: 1.854 Einsätze • „Christoph 39“: 1 Einsatz

Wer landete in Brandenburg? • „Christoph 15“ (Straubing): 1 Einsatz • „Christoph 31“ (Berlin): 216 Einsätze • „Christoph 32“ (Ingolstadt): 3 Einsätze • „Christoph 33“ (Senftenberg): 1.111 Einsätze • „Christoph 39“ (Perleberg): 667 Einsätze • „Christoph 48“ (Neustrelitz): 241 Einsätze • „Christoph 61“ (Leipzig/Schkeuditz): 2 Einsatz • „Christoph 63“ (Leipzig/Schkeuditz): 2 Einsätze • „Christoph Brandenburg“ (Senftenberg): 939 Einsätze • „Christoph Hansa“ (Hamburg): 1 Einsatz

Flotte und Crews Bei ihrer Arbeit können die Crews der ADAC Luftrettung je nach Region und Anforderung auf modernste Rettungshubschrauber der Typen H135 und H145 von Airbus Helicopters zurückgreifen. Um die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft in Deutschland sicherzustellen, arbeiten für die ADAC Luftrettung gGmbH und deren Tochterunternehmen bundesweit rund 1.350 Menschen – darunter rund 180

Piloten und Pilotinnen, 645 Notärzte und Notärztinnen, rund 230 Notfallsanitäter und Notfallsanitäterinnen (TC HEMS) und mehr als 200 Mitarbeitende aus Technik und Wartung. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten. Die Station „Christophorus Europa 3“ in Suben, Österreich, wird gemeinsam mit dem ÖAMTC Christophorus Flugrettungsverein, Wien, betrieben. Die ADAC Luftrettung fliegt mit Hubschrauber und Piloten hier im Winterhalbjahr – im Sommer der ÖAMTC.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH Mit 55 Rettungshubschraubern und 38 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas mit bis heute mehr als 1,3 Millionen Einsätzen. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Die Crews der ADAC Luftrettung werden trainiert von der ADAC HEMS Academy GmbH. Die Wartung und technische Bereitstellung erfolgt über die ADAC Heliservice GmbH. Die ADAC Luftrettung ist ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

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RATGEBER

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Qualität zahlt sich aus Das unscheinbare Geheimnis guter Fenster Deutsche Fenster genießen weltweit einen exzellenten Ruf, was vor allem an der hohen Qualität der Konstruktion und der Beschläge liegt. Angela Merkel bezeichnete dichte Fenster sogar als deutsches Markenzeichen. Frank Lange vom Verband Fenster + Fassade (VFF) erklärt, dass das Geheimnis guter Fenster oft unsichtbar ist und in den Beschlägen liegt. Diese sorgen für reibungsloses Kippen, Öffnen und Schließen. Versteckte Zapfen erhöhen zudem die Einbruchsicherheit. Die Erfindung des Drehkippbeschlags in den 70er-Jahren war ein Meilenstein. Innovationen sorgen bis heute für dichtere, leichtgängigere und sicherere Fenster. Eine Weiterentwicklung ist der Parallel-Abstell-Beschlag, der eine Spaltlüftung mit Einbruchhemmung (RC2) ermöglicht

Einbruchsicherheit: Je mehr Pilzkopfbolzen das Fenster verriegeln, desto höher die Sicherheitsklasse. � Foto: Siegenia

Flügelheber lassen auch schwere Fensterflügel sanft in den Rahmen gleiten. � Foto: Siegenia

Von staatlichen Förderprogrammen profitieren Energieeffiziente Fenster und Türen sind ein wichtiger Baustein bei Neubau und Sanierung. Wer hier investiert, kann von staatlichen Förderprogrammen profitieren. Trotz der aktuellen Haushaltslage bleiben die BEGund KfW-Förderungen vorerst gesichert. Die Vielfalt an Programmen auf Bundes-, Landesund Kommunalebene erschwert jedoch oft den Überblick. Der Verband Fenster + Fassade bietet mit einem kostenlosen Fördermittel-Assistenten (www. fenster-koennen-mehr.de/

Impressum

foerdermittel-assistent/) eine Lösung, um im Förderdschungel den Durchblick zu behalten. Aktuell existieren über 3.000 verschiedene Förderprogramme. Laut VFF gehen viele Hausbesitzer leer aus, obwohl energetische Sanierungen ein großes Einsparpotenzial bieten. Moderne Fenster und Türen senken Heizkosten und amortisieren sich oft schon nach wenigen Jahren. Eine Befragung zeigt, dass zwei Drittel der Sanierungen in den letzten fünf Jahren ohne Förderung durchgeführt

Gazette Schöneberg & Friedenau April Nr. 4/2025 ·  30. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Schöneberg & Friedenau sowie Steglitz, Zehlendorf, Charlottenburg und Wilmersdorf.

Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH Ruhlsdorfer Straße 95, Haus 42 · 14532 Stahnsdorf ☎ 03329 / 645 15 70

Redaktion

Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de

Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88

Titelbild: Archiv Museen Tempelhof-Schöneberg

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Daniel Gottschalk ☎ 030 / 323 38 54 · anzeigen@gazette-berlin.de

Nächste Ausgabe

Mai Nr. 5/2025 Anzeigen-/Redaktionsschluss 11.04.2025 Erscheinung 02.05.2025

wurden, oft aufgrund mangelnden Überblicks. Seit Anfang 2024 ist für die Antragsstellung ein Lieferungsoder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung in Bezug auf die Förderzusage erforderlich. Der Auftrag muss zudem das voraussichtliche Umsetzungsdatum innerhalb von 36 Monaten enthalten. Viele Fachbetriebe bieten neben dem entsprechenden Vertrag auch die vollständige Abwicklung der Förderanträge an.

und schnelles Auskühlen verhindert. Auch die gesicherte Spaltlüftung bietet Schutz vor Einbruch und Schlagregen. Um Einbrecher abzuwehren, sind einbruchhemmende Pilzkopf-Bolzenverriegelungen wichtig. Sie erschweren das Aufhebeln des Fensters erheblich. Für große Fensterflügel sind Flügelheber hilfreich, die den Flügel beim Schließen leicht anheben und für ein sanftes Gleiten in den Rahmen sorgen.

Darauf sollte man beim Fensterkauf achten Beim Fensterkauf sollten Verbraucher neben Isoliergrad und Rahmenmaterial auch auf die Beschläge achten. Der VFF empfiehlt eine gute Beratung, um das ideale Fenster für jeden Bedarf zu konfigurieren. Für mehr Sicherheit und Komfort bieten sich smarte Fensterlösungen an, die per App, Sprachsteuerung oder Wandschalter bedient werden können. Sensoren können den Öffnungszustand erfassen und steuern.

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Errichterverzeichnis der Berliner Polizei