Gazette Wilmersdorf - April 2025

Gazette für Wilmersdorf, Schmargendorf, Grunewald und Halensee

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GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

April 2025

Wilmersdorf Wilmersdorf · Schmargendorf · Grunewald · Halensee

Leinen los für Charly & Co Hundeauslaufgebiete und Freilaufflächen

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„hypernatural“ in der Kommunalen Galerie Auswirkungen des menschlichen Handelns fotografisch festgehalten unterschiedlich sind, entsteht durch die Gegenüberstellung der Werke ein Dialog, der die Zusammenhänge und Relevanz dieser Fragen verdeutlicht. Die Arbeiten schaffen komplexe Denkräume, die zum Nachdenken über das Verhältnis von Natürlichem und Künstlichem anregen.

Rahmenprogramm

Ute Behrend, Back to Nature, 2023 Die Künstler Ute Behrend, Thomas Florschuetz, Margret Hoppe, Sven Johne, Kerstin Flake, Peter Freitag, Sebastian Stumpf, Anett Stuth und Anna Vovan setzen sich in ihren Arbeiten mit den drängenden Herausforderungen

Sonntag, 25.5.2025 um 14  Uhr: Künstlergespräch und Führung mit der Kunsthistorikerin Julia Sven Johne, Standbild aus: Vom Verschwinden, 2022 Rosenbaum. unserer Zeit auseinander: KlimaSonntag, 1.6.2025 von 15 bis Einfluss auf die Zukunft krise, Verlust der Biodiversität, 17 Uhr: Finissage mit den KünstKriege, Migration, Pandemien Dabei verweben sie historische lerinnen und Künstlern. und die Entwicklung künstlicher und gegenwärtige Perspektiven, Die Ausstellung ist bis 1.  Juni Intelligenz. Sie untersuchen die um zu zeigen, wie menschliche 2025 in der Kommunalen Galerie komplexen Beziehungen zwi- Entscheidungen unser Leben Berlin, Hohenzollerndamm 176, schen Gesellschaft und Natur und und die Zukunft des Planeten zu sehen. Der Eintritt ist frei. Weidie Auswirkungen menschlichen beeinflussen. Obwohl ihre The- tere Informationen unter www. Handelns im Anthropozän. men und künstlerischen Ansätze kommunalegalerie-berlin.de

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Gazette Wilmersdorf | April2025  |  3 2025 | 3 Gazette Wilmersdorf  |  April

Liebe Bürger:innen in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Foto: britibay

Der Frühling steht vor der Tür und mit ihm ein Monat voller Begegnungen, Entdeckungen und gemeinsamer Erlebnisse. Ob international oder lokal – der April bietet spannende Termine. Ich freue mich, Ihnen einige vorzustellen und hoffe, Sie nutzen die Gelegenheit, unseren Bezirk neu zu entdecken.

Kirstin Bauch

Städtepartnerschaftsgipfel in der Türkei – ein Austausch mit Zukunft Anfang April reise ich nach Istanbul zum Städtepartnerschaftsgipfel Türkiye-Deutschland. Bürgermeister und Vertreter beider Länder tauschen sich über die Zukunft unserer Städte aus. Themen wie Demokratie, nachhaltige Stadtentwicklung und kulturelle Vielfalt stehen im Mittelpunkt. Besonders freue ich mich darauf, die neu geknüpfte Städtepartnerschaft mit unserem Istanbuler Partnerbezirk Şişli weiter zu vertiefen. Solche Verbindungen sind wertvolle Brücken zwischen unseren Gesellschaften – sie fördern das Lernen voneinander, die Entwicklung gemeinsamer Projekte und eine lebendige Zusammenarbeit. Şişli ist ein dynamischer Stadtteil Istanbuls mit reicher Geschichte und aktiver Zi vilgesellschaft. Ich bin gespannt auf den Austausch und darauf, neue Impulse für unseren Bezirk mitzubringen.

Internationaler Roma-Tag – ein Zeichen für Gleichberechtigung

und Vorurteile einsetzen. Ich lade Sie ein, sich mit der Geschichte und Gegenwart der Roma auseinanderzusetzen – durch Veranstaltungen, Ausstellungen oder Gespräche.

266. Kiezspaziergang – Am 8.  April begehen wir den Geschichten entlang des Internationalen Roma-Tag. DieSpandauer Damms ser Tag erinnert an den Ersten Welt-Roma-Kongress 1971 in London, wo sich Roma erstmals international organisierten, um für soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung einzutreten. Trotz Fortschritten bestehen Herausforderungen fort: Roma erfahren in vielen Ländern Diskriminierung. In unserem Bezirk setzen wir ein klares Zeichen für Respekt und Gleichberechtigung: Am Spandauer Damm 165 vor Vor dem Rathaus Charlottenburg dem Wasserturm Beginnt der hissen wir die Roma-Flagge. Da- 266. Kiezspaziergang. Foto: BACW mit würdigen wir die Kultur dieser großen europäischen Minderheit Unser monatlicher Kiezspaund zeigen, dass wir uns für eine ziergang führt Sie am Samstag, Gesellschaft ohne Ausgrenzung 12. April 2025, entlang des Spandauer Damms – einer Straße, die weit mehr ist als nur eine Verkehrsachse. Mein Kollege Detlef Wagner übernimmt die Führung und nimmt Sie mit auf eine Reise durch Geschichte und Gegenwart dieses besonderen Abschnitts von Charlottenburg-Wilmersdorf. Unterwegs entdecken Sie grüne Oasen mitten in der Stadt: die Kleingartenanlagen entlang der Straße. Eine Kolonie trägt den kuriosen Namen „Pferdemarkt“ – warum, das erfahren Sie beim Spaziergang. Auch historische Persönlichkeiten haben hier Spuren hinterlassen: Der Dichter und Arzt Gottfried Benn arbeitete im Westendklinikum als Roma-Flagge vor dem Rathaus Pathologe, bevor er mit „Morgue“ Charlottenburg. Foto BACW berühmt wurde. Es gibt viel zu

entdecken – ich lade Sie herzlich ein, mitzukommen. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Wasserturm (Spandauer Damm 165), die Teilnahme ist kostenfrei.

„Ab ins B!“ – Berlin neu entdecken Mit den ersten warmen Tagen wächst die Lust, die eigene Stadt neu zu erkunden – und genau dazu lädt die Aktion „Ab ins B!“ ein. Vom 18. bis 27.  April 2025 bietet die Aktion zahlreiche Veranstaltungen, die zeigen, wie viel es in Charlottenburg-Wilmersdorf und darüber hinaus zu entdecken gibt. Unsere Parks und Wälder, kulturellen Einrichtungen und historischen Orte erzählen spannende Geschichten. Wie wäre es mit einer exklusiven Führung auf dem Teufelsberg, einer (Nordic)-Walking-Tour oder einem Spaziergang auf den Spuren Rainer Maria Rilkes durch Schmargendorf? Mit „Ab ins B!“ möchten wir nicht nur Berliner:innen, sondern auch Besucher:innen dazu ermutigen, über den S-Bahn-Ring hinauszublicken und die Vielfalt unserer Bezirke zu entdecken. Alle Veranstaltungen finden Sie unter www. abinsB.de – ich bin sicher, es ist für jeden etwas dabei. Ich wünsche Ihnen einen erlebnisreichen April voller neuer Eindrücke und spannender Begegnungen und frohe Ostertage! Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter bauch@charlottenburgwilmersdorf.de. Herzlich grüßt Sie Ihre       Kirstin Bauch

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Leinen los für Charly & Co im Berliner Südwesten Hundeauslaufgebiete und Freilaufflächen Etwa 150.000 Hunde leben schätzungsweise in Berlin. Davon sind 100.000 offiziell steuerrechtlich registriert. Hundesteuer gibt es bereits seit über 200 Jahren: Zuerst eingeführt als kommunale Hundesteuer mit Hundemarken, um den Hundebestand kontrollieren und die Ausbreitung von Tollwut und Tierseuchen eindämmen zu können, wurde sie 1810 in Preußen zur Luxussteuer und damit Staatssteuer erklärt. Wer in der Lage sei, einen Hund zu halten, müsse auch in der Lage sein, für diesen Luxus eine Abgabe an den Staat zahlen zu können, war die Begründung. Unter diese Steuerpflicht fiel nicht nur das Halten von Hunden, sondern auch das von anderen Haustieren sowie der Besitz von Pferdekutschen – und Klavieren. Hunde, die zum Wachen oder auf Bauernhöfen gehalten wurden, waren von der Steuer ausgeschlossen. Heute spült die Hundesteuer der Stadt Berlin jährlich mehr als 12 Millionen Euro in die Kasse. – Doch wer Pflichten hat, muss auch Rechte bekommen. Und so scheint es mehr als gerecht, wenn Fiffi und seine Fellfreunde auch im städtischen Raum Platz finden, ohne Leine mal so richtig Hund sein zu dürfen. In allen Berliner Bezirken steht dazu Auslauffläche ohne Leinenpflicht zur Verfügung.

Im Wald und auf der Heide Allein in den Berliner Wäldern

Wo geht’s heute zum Toben hin? sind neun Hundeauslaufgebiete mit einer Gesamtfläche von insgesamt rund 1.220  Hektar den Vierbeinern als Auslauffläche ausgewiesen, dennoch bestehen weitere Forderungen von Hundehaltern nach zusätzlichen Freilaufflächen. – Ist für eine artgerechte Haltung und Auslastung des Hundes doch besonders wichtig, dass täglich regelmäßige und abwechslungsreiche Spaziergänge stattfinden. Fachkundige Unterstützung darin bietet nicht zuletzt die Freie Initiative Berlin und die Bürgerinitiative Berliner Schnauzen e. V., die sich für ein friedliches Miteinander von Menschen mit und Menschen ohne Hund einsetzt. In den Ber liner Forsten ist unangeleintes Ausführen von Hunden in den ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten gestattet. Ansonsten gilt im Wald ausnahmslos die Leinenpflicht, nachzulesen in § 23 (2) des Landeswaldgesetzes Berlin und in § 28 (3) des Gesetzes zur Neuregelung des Haltens und Führens von Hunden in Berlin. Ausgewiesene Freilauf-Waldgebiete für die Vierbeiner befinden sich in den Forsten von Blankenfelde, Düppel, Frohnau, Grunewald, Hakenfelde, Jungfernheide, Kladow, Pichelswerder und Wannsee-Düppel. Auch hier ist Rücksichtnahme oberstes Gebot. Denn obgleich Bonzo hier ohne Leine laufen darf, ist vom

Halter eine Leine mitzuführen. Und wenn der Hund auch ein Halsband trägt, kann er im Notfall schnell gegriffen und angeleint werden. An erster Stelle in den Wald-Auslaufgebieten stehen Natur und Wild. Reh, Schwarzkittel und Fuchs benötigen Ruhe in ihrem Lebensraum und keine ausgeruht hinterherhetzenden Großstadt-Rambos auf vier Pfoten, die „nur spielen wollen“. Außerdem kann es durch in die Enge getriebenes Wild leicht zu üblen Verletzungen kommen – Keilerzähne sind spitz. Deshalb sollte beim Hundespaziergang steht´s der vierbeinige Freund im Auge behalten und ggf. rechtzeitig zurückgepfiffen werden. Dass Hunde, die nicht gehorchen, unangeleint eigentlich nichts im Wald zu suchen haben, dürfte klar sein – mit Rücksicht auf Mitmensch, andere Hunde und Waldbewohner. Übrigens: Auch in der freien Waldnatur besteht für Hundehäufchen, wenn noch so versteckt abgesetzt, Mitnahmepflicht, für (versehentlich) gebuddelte Löcher Auffüllpflicht. Denn der Wald ist kein Ausgrabungsort. Und natürlich sind gekennzeichnete Naturschutzgebiete und eingezäunte Bereiche nicht Teil des Hundeauslaufgebietes, ebenso wenig Kinderspielplätze, gekennzeichnete Liegewiesen und öffentliche Badestellen, mit Ausnahme der ausgewiesenen Hundebadestellen.

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Gazette Wilmersdorf  |  APRIL 2025  |  5 Wenn dies beherzt wird, steht einem für Mensch und Tier vergnüglichen Waldspaziergang, der auch den Förster erfreut, nichts mehr im Wege. Karten und Ortsangaben zu den ausgewiesenen Freilauf-Waldarealen unter www.berlin.de/forsten/ walderlebnis/hundeauslauf-imwald/ Wir konzentrieren uns mit unseren Angaben zu weiteren Freilaufflächen indessen auf die Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf:

Charlottenburg-Wilmersdorf Im Hundeauslaufgebiet Volkspark Wilmersdorf, erreichbar von Bundesallee / Insbrucker Straße aus, können kleine Racker auf rund 800 Quadratmetern einer recht übersichtlichen Wiese mit Baumbestand ihre Muskeln spielen lassen – bei Regen aufgrund der nur spärlich bewachsenen Fläche ein eher matschiges Vergnügen, das Herrchen und Frauchen von der Parkbank aus verfolgen können. Die ca. 1,5 Hektar große Hundefreifläche Tegeler Weg / Westhafenkanal in Charlottenburg ist verkehrsgünstig über Tegeler Weg / Jakob-Kaiser-Platz erreichbar. Doch da sehr dicht an der Straße gelegen, eher etwas für gut abrufbare Vierbeiner. Kottütenspender erfreuen die Hundehalter, während ihre Fellnasen ein paar Spielgeräte toll fänden. Am Heckerdamm lockt das über Kurt-Schumacher-Damm / Heckerdamm / Siemensdamm / Halemweg erreichbare weitläufige Hundeauslaufgebiet im Jungfernheidepark zu Spaß und Spiel. Kletterhindernisse versprechen Abwechslung, und Wasser aus der

Wer das große Hunde 1x1 beherrscht, darf ohne Leine.

Leitung bringt gerade an wärmeren Tagen die nötige Erfrischung. Ehrenamtlich kümmert sich hier eine Hundehalterin um den Platz und hält ihn in Ordnung. Das rund 810 Hektar große, über Hohenzollerndamm / Roseneck erreichbare Hundeauslaufgebiet am Grunewald (Hüttenweg) gilt als eines der größten Berlins. Hier vermisst das Hundeherz nichts: Wasser zum Reinspringen, reichlich Platz zum Toben und noch mehr Hundekumpels zum Beschnüffeln. Mit seinen Uferwegen des Grunewaldsees, des nördlichen Hundekehlefenns bis hin zum Hundekehlesee und bis zur südlichen Spitze des Schlachtensees ist das weite Areal in seiner Beliebtheit an schönen Tagen fast schon ein wenig überlaufen. Die südlichen Uferzonen im Schutzbereich sind mit Zäunen gesichert, ansonsten aber besteht für die Hunde freier Auslauf im Uferbereich und im Grunewaldsee darf gebadet werden. Die umzäunte Hundefreifläche Berlin-Westend am Spandauer Damm, Ecke Reichsstraße bietet auf einem Hektar als zweitgrößte Freilauffläche im Bezirk viel Abwechslung. Schatten spendende Bäume, hölzerne Spiel- und Trainingsgeräte bringen Abwechslung, und Bänke mit Papierkörben sowie Kotbeutelspender sind hundehalterfreundlich. Zusätzliche, noch recht „junge“ Hundespielplätze liegen mit dem Hundepark Pücklerstraße in Wilmersdorf und dem am Kaiserdamm gelegenen Hundepark am Lietzensee in Charlottenburg ebenfalls verkehrsgünstig.

Tempelhof-Schöneberg Wohl kaum eine Hundenase, die es nicht kennt: Das Hundeaus Spielen macht durstig.

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6  |  Gazette Wilmersdorf  |  April 2025 laufgebiet Tempelhofer Feld am chensee, das von der KohhasenTempelhofer Damm, das seit Mai brücker Straße aus zu erreichen 2010 auf ehemaligem Flugfeld ist. Während die vierbeinigen drei ausgewiesene HundeausLieblinge hier an den eher verlaufgebiete bietet, die über drei träumten Uferpromenaden fern Eingänge erreichbar sind. Zwar aller Hektik herumtoben, können fehlt´s an Kletter- und Spielgeräihre Halter die herrliche Aussicht ten im Revier und auch Kottüten dieser Seenlandschaft genießen. sucht man vergebens, dafür aber In Steglitz ist indessen einer der gibt’s viel Wiese – an heißen Tajüngsten Hundespielplätze zu gen weniger empfehlenswert. finden: Die rund 3.000 Quadratmeter große umzäunte FreilaufTiergerechter ist da der Park des Vereins Inselhunde an der Elfläche Barnackufer, gut erreichla-Barowsky-Straße (ehem. Tembar von der Königsberger Straße pelhofer Weg), mit 2.000 Quadrataus, wurde erst im vergangenen metern eine von Berlin´s größten Jahr im Bezirk eröffnet. Hier komHundefreilaufgeländen. Das vom men auch etwas stimmkräftigeSachsendamm / Dominikusstrare Hunde zu Wort, stehen doch ße aus erreichbare Areal steht je- wie im Volkspark Mariendorf die den und für Bezirksnachbarn im direkten Umfeld der Anlage dem Vierbeiner kostenlos offen Einrichtung von diesen neuen grüner Anziehungspunkt. Auch keine Häuser, deren Anwohner und geht auf die Beharrlichkeit Hundespielplätzen vorgesehen Touristen suchen es gerne auf, sich beschweren könnten. Unter des INSELHUNDE Schöneberg – als Pilotprojekte, da Anlieger wird es doch in etlichen Reise- altem Platanen-Baumbestand loe. V. zurück, der sich hier um Be- bereits im Voraus Bedenken ge- führern erwähnt. Für Hunde, die cken Holzhindernisse zum Toben, trieb, Pflege und Instandhaltung gen Lärmbelästigung durch dau- „fremdeln“, ist es aufgrund seiner Springen und Markieren, denn des Platzes kümmert, finanziert erhaftes Hundebellen zeigten. hohen Frequentierung durch auch das gehört zu einem geredurch Mitgliedsbeiträge. Vier- Ebenfalls heute schon denkbar, Vierbeiner und Hundeausführ- gelten Hundealltag. Wie auf allen beiner erwartet hier Spielspaß wenngleich noch in weiter Ferne, dienste weniger geeignet. Hundefreiflächen und -spielplätmit Köpfchen und im Sommer ist eine Hundeauslauffläche im Etwas ruhiger geht es da schon zen gibt es auch hier Regeln für kostenlose Wasserabkühlung im Cheruskerpark. im über 38 Hektar großen Hun- Zwei- und Vierbeiner zu beachten, Pool. Ihre Herrchen und Frauchen deauslaufgebiet Nikolskoe um ein friedliches Miteinander zu Steglitz-Zehlendorf profitieren indessen von der HunZehlendorf an Königstraße / Ni- gewähren und keinem den Spaß deerfahrung und von den Tipps In einem der grünsten Bezirke kolskoer Weg zu: Unweit des Na- zu verderben. der Vereinsmitglieder. Berlin´s haben auch hier die Hun- turschutzgebietes Pfaueninsel Und wenn es an der Barnackufer zwischen Moorlakenweg, Nikols- zu eng werden sollte, können de etliche Hundespielplätze. Zwei Hundeauslaufgebiete, die koer Weg und Pfaueninsel bietet Herr und Hund vielleicht bald nahe beieinander liegen, gibt es das gepflegte Waldgebiet reich- schon an eine weitere Spielfläche in Düppel bzw. Wannsee-Düp- lich Platz zum Rennen und Toben. ganz in der Nähe ausweichen: In pel. Dieses große Auslaufgebiet Direkt neben den Auslaufgebiet Überlegung des Bezirks ist eine am Waldfriedhof Zehlendorf – mit guter Parkmöglichkeit kön- Fläche entlang der Bäke zwierreichbar über die Abfahrt Drei- nen Herr und Hund nach ausgie- schen Klingsor- und Haydnstraße. linden / Potsdamer Chaussee / bigem Spaziergang dann in der W e i t e r e InformatioAm Waldhaus – bietet gerade an Gaststätte entspannen, bevor es nen unter www.berlinersehr warmen Tagen unter dich- mit dem Auto wieder heim geht. hundeauslaufgebiete.de/index. ten Baumkronen erholsamen Etwas weiter an der Pfauenin- p h p / a u s l a u f g e b i e t e - n a c h Spazierspaß. selchaussee gibt es ebenfalls ein bezirke.html Und auch das über 90 Jahre alte weiteres waldreiches Auslaufge- � Jacqueline Lorenz *Da es immer wieder bauliche Maßnahmen Aktuell sind vom Bezirk zwei bekannte Hundeauslaufgebiet biet. weitere Hundefreilaufflächen in an Grunewald / Schlachtensee Von Wannsee aus ist es ein Kat- und Veränderungen rund um die Auslaufflächen und dadurch auch Schließungen Überlegung: Für dieses Jahr ist / Krumme Lanke ist nicht nur für zensprung bis zum ca. 50 Hektar geben kann, sind alle Angaben ohne Geim Heinrich-von-Kleist-Park so- Bezirksbewohner mit ihren Hun- großen Hundeauslauf Stölp- währ. WILMERSDORFER SENIORENSTIFTUNG Geborgen im Kiez.

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Wichtige Entscheidung für Kindergesundheit in Westend DRK Kliniken Berlin Westend erhalten Anerkennung als Sozialpädiatrisches Zentrum Gute Nachrichten für Familien in Charlottenburg-Wilmersdorf: Die DRK Kliniken Berlin Westend sind nun offiziell als Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) anerkannt. Nach jahrelangem Ringen um eine faire Finanzierung ist die medizinische Versorgung von über 1.000 Kindern und Jugendlichen mit Diabetes, Epilepsie und neuromuskulären Erkrankungen dauerhaft gesichert. Das SPZ ermöglicht eine umfassende und interdisziplinäre Betreuung der jungen Patienten. Teams aus Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten und Psychologen arbeiten Hand in Hand, um den besonderen Bedürfnissen chronisch kranker Kinder gerecht zu werden. Dr. Silvia Müther, Leiterin des Kinder- und Jugend-Diabeteszen Dr. med. Silvia Müther, Leiterin des Diabeteszentrums für Kinder und Jugendliche, bei einer Diabetesberatung. � Foto:DRK Kliniken Berlin

trums, betont die Bedeutung der multiprofessionellen Unterstützung:„Vor jedem Snack, vor jedem Essen müssen Kohlenhydrate ausgerechnet und die richtige Menge an Insulin gegeben werden. Hier sind natürlich die Eltern gefordert, aber auch Kita-Erzieher, Lehrkräfte und Betreuer in Sportvereinen etc. Das gesamte Umfeld der Familien muss geschult werden.“ Der Beschluss des Berufungsausschusses tritt zum 1. März 2025 in Kraft. Die DRK Kliniken Berlin Westend arbeiten nun an der zügigen Umsetzung des SPZ. Die Klinik bietet zudem Kindern mit Epilepsien und neuromuskulären Erkrankungen hochspezialisierte Medizin an. Diagnostik und Therapie erfolgen mit entsprechender psychologischer Erfahrung.

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Der Kaffee ist fertig ... und der Tee auch 10 Jahre Charlottenburger Genusshandwerk mit Seele Anfang der 80er weckte Peter Cornelius mit seinem Song Begehrlichkeiten nach duftendem Kaffee, der das Aufstehen am Morgen leichter macht. Und auch heute noch ist für viele Menschen die erste Tasse Kaffee am Morgen Lebenselixier. Das wissen auch die Macher des Charlottenburger Genusshandwerk und setzen mit ihren vor Ort frisch gerösteten sechs Kaffeesorten für jeden Geschmack Genussakzente. – Wen aber eine Tasse Tee eher erfreut, auch an den wird in der Charlottenburger Manufaktur gedacht: Unter 12 Sorten Früchte-, Schwarz- und Grüntees kann er wählen, die frei von künstlichen Geschmacksverstärkern und Aromastoffen ungetrübtes Teevergnügen generieren.

Vor 10  Jahren gegründet, hat sich das Charlottenburger Genusshandwerkwerk längst in der Hauptstadt einen Namen gemacht, werden seine unter umweltfreundlichen und sozialverträglichen Bedingungen hergestellten hochwertigen Produkte ebenso von Privatkunden wie von großen Verlagen, Büchereien und Firmen bezogen. – Nicht

Frisch gerösteter Kaffee – ein Genuss. � Foto: Charlottenburger Genusshandwerk

Jan Bonus, Mitgründer des Charlottenburger Genusshandwerk. � Foto: Charlottenburger Genusshandwerk

zuletzt wegen der Projektidee, macht. – In großen Jutesäcken die seelisch beeinträchtigten Kli- warten Kaffeebohnen auf ihre enten als arbeitstherapeutisches fachgerechte Röstung in einem Beschäftigungsangebot des VITA der großen Kessel, von denen jee. V. Berlin eine niederschwellige der etwa den Wert eines KleinwaVorbereitung auf ein Leben in gens hat. Aufgebaut wurde das Gemeinschaft und eine sinnvol- Charlottenburger Genusshandle Tätigkeit in spannungsfreiem werk 2015 von Projektmanager Jan Bonus und seinen MitarbeiUmfeld ermöglicht. tern. Kaffee als Seelentröster Seit Juni 2024 dabei ist Oliver An der Heerstraße 12-14 in der Kellermann, gelernter Koch und einstigen Jugendamt-Kantine Barista. „Ich wollte gerne unter liegen im Untergeschoss die Menschen arbeiten“, verrät er, Produktions- und Verkaufsräu- weshalb er sich für diesen Arme der Manufaktur. Kaum zu beitsbereich in der Manufaktur verfehlen, denn appetitlicher entschieden hat. Wie alle MitKaffeeduft weist immer der arbeiter ist er mit großer LeiNase nach den Weg in dieses denschaft für Kaffee, Tee und kleine Paradies für Genießer, in menschlich Persönliches als dem allein schon der Anblick von Anleiter dabei, hat sich das nöRöstkesseln und fertigverpack- tige Fachwissen über Kurse und ten Kaffees und Tees gute Laune Weiterbildungen angeeignet. Si mone Helbig von der Bereichsleitung Eingliederungshilfe des VITA e. V. Berlin erklärt: „Ursprünglich haben wir in der Wohnbetreuung für die Menschen mit psychischen Erkrankungen eine Branche gesucht, mit der sie sich identifizieren können und die bei ihnen beliebt ist.“ Die Kaffeebranche schien da geeignet. Im geschützten Raum an der Heerstraße arbeiten aktuell 12 Klientinnen und Klienten und erhalten dafür je nach Leistung kleine Motivationsprämien. Hier lernen sie niederschwellig die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft, wozu auch Hygiene, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit zählen. Idealerweise finden sie darüber in ein geregeltes Alltagsleben, das sie empfänglich für die Maßnahmen des Arbeitsamtes macht.

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Simone Helbig und Oliver Kellermann.

Wie selbstgepflückt

Foto: Charlottenburger Genusshandwerk kaufsfertig in Bohnenform oder als Espresso, Filter-, Siebträgeroder gemahlener Kaffee in den Regalen steht, haben viele Klientenhände dafür gesorgt, dass aus den eher blassen Bohnen ein kräftig schmeckendes Genussmittel bester Qualität geworden ist. Auch beim Zusammenstellen der Tees beweist hier manch Mitarbeiter viel Feingefühl und entwickelt bei so viel Handarbeit mit arbeitstherapeutischem Hintergrund ein ganz persönliches Verhältnis und Verantwortungs Charlottenburger Genusshandwerk Heerstraße 12-14 14052 Berlin

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Die Arbeitsgänge, die von den Klienten unter Anleitung erledigt werden, sind vielseitig, guter Kaffee braucht Fingerspitzengefühl: So muss der Rohkaffee zuerst vorsortiert werden, wobei Steinchen und schadhafte Bohnen entfernt werden. Dann erst geht es ans Rösten. Bevor der Röstkaffee aber gemahlen und verpackt werden kann, muss er mehrere Tage zum Ausgasen lagern. Wenn er dann verpackt und etikettiert ver gefühl für „seinen“ Kaffee oder Tee. Und so hält es dann mancher mit Peter Cornelius: „Der Kaffee ist fertig, das klingt für mich wie Musik.“ Waren anfangs nur kleine Röstmaschinen im Einsatz, sind die mit den Jahren und der Nachfrage größer geworden, werden doch immerhin drei Tonnen Rohkaffee pro Jahr im Charlottenburger Genusshandwerk geröstet. Dazu kommen 200-300 Kilo naturbelassener Tee, der erst später ins Sortiment kam. Rohkaffee und Tee als Rohware werden von Hamburger Großhändlern bezogen. Während der Tee u. a. aus China und Indien kommt, stammt der Rohkaffee – von Fair gehandelt über Biobohnen bis von kleineren Unternehmern – aus Brasilien, Äthiopien, Indonesien und Nicaragua. Kaffee und Tee – auch als Präsent – können Online sowie direkt vor Ort im Kaffeekontor und im Teekontor der Charlottenburger Manufaktur gekauft werden, wo auch in VITA-Werkstätten gefertigte Taschen und Körbe erhältlich sind. Einen Ausschank im Haus gibt es nicht. Dafür aber einen mobilen Kaffee Truck, den man für Events mieten kann, Näheres unter info@charlottenburgergenusshandwerk.de zu erfragen. Die Finanzierung des Genusshandwerk-Projektes erfolgt aus Eingliederungshilfe und Verkauf. Weitere Informationen unter www.charlottenburgergenusshandwerk.de � Jacqueline Lorenz

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Museumseröffnung 1950. �

Foto: Georg Kolbe Museum

75 Jahre Georg Kolbe Museum Jubiläumsausstellung „Tea and Dry Bicuits“ 2025 jährt sich die Eröffnung des Georg Kolbe Museums zum 75.  Mal. Es war 1950 die erste museale Neugründung im Nachkriegs-West-Berlin. Das Museum war anfangs als Gedenkort für den 1947 verstorbenen Bildhauer Georg Kolbe gedacht, der hier seine Kunst schuf. Als die Atelierräume der Öffentlichkeit vor 75  Jahren zugänglich gemachten wurden, schienen sie seit dem Tod Kolbes unberührt. Zahlreiche ausgestellte Skulpturen sowie persönliche Gegenstände erlaubten einen Einblick in das Gesamtschaffen des Künstlers. Die Besucher hatten den Eindruck, ein unversehrtes Stück deutscher Geschichte in Augenschein zu nehmen. Das außergewöhnliche Ensem bedeutendes Werk der Berliner Architektur der 1920er-Jahre. Geschaffen wurde es von den Architekten Ernst Rentsch und Paul Lindner.

Formen der Erinnerung

Georg Kolbe Museum um 1950. � Foto: Georg Kolbe Museum ble aus den Jahren 1928/29 in der Sensburger Allee gilt als

Die aktuelle Jubiläums-Ausstellung „Tea and Dry Biscuits“ richtet den Blick auf die Inszenierung von Erinnerung und untersucht das Erinnern in seinen unterschiedlichen – privaten wie auch öffentlichen – Formen. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler eröffnen durch eigene Reflexionen des Themas vielfältige Perspektiven auf Vergangenes und Gegenwärtiges. Woran wurde 1950 erinnert? Wie und an was erinnern wir heute und welche Formen

nimmt diese Erinnerung an? In der Ausstellung geht es um die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen institutionellen Geschichte, mit imaginierten, gefühlten und gelebten (Familien-)Banden, die das Museum nachhaltig prägten. Mit Werken von Georg Kolbe und Christian Borchert, Cao Fei, Ryan Gander, Itamar Gov, Heike Kabisch, Taus Makhacheva, Laure Prouvost, Hande Sever, Álvaro Urbano, Marion Verboom, Danh Vo, Ruth Wolf-Rehfeldt sowie Kaari Upson. Die Ausstellung wird vom 17. April bis zum 28. September 2025 im Georg Kolbe Museum an der Sensburger Allee 25 gezeigt. Weitere Informationen unter www.georg-kolbe-museum. de

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Georg Kolbe (1877 – 1947) Der 1877 geborene Georg Kolbe kam nach seiner Ausbildung zum Maler an der Kunstakademie München sowie nach Aufenthalten in Paris, Rom und Leipzig im Jahr 1904 nach Berlin. Der Start war in der neuen Heimat nicht einfach, doch schließlich stellte sich der künstlerische Erfolg ein. Seine Begeisterung für den expressionistischen Tanz führte ihn zu wichtigen zeichnerischen oder bildhauerischen Werken, die den Menschen in Bewegung zeigen. Die Stars des

Álvaro Urbano, Noches en los Jardines de España, 2020. Courtesy of the Artist and ChertLüdde, Berlin. Foto: Trevor Lloyd russischen Balletts, Vaslav Nijinsky oder Tamara Karsawina, inspirierten ihn ebenso wie die Wegbereiterinnen des Ausdruckstanzes Gret Palucca, Mary Wigman, Vera Skoronel, Charlotte Bara oder Ted Shawn, ein früher Pionier des American Modern Dance. 1912 erwarb die Berliner Nationalgalerie seine Plastik „Die Tänzerin“.

Austausch mit Kollegen

Georg Kolbe um 1940.

Ob als Mitglied der Berliner Secession oder später als Vorsitzender der Freien Secession, Kolbe suchte immer den Austausch mit seinen

Kolleginnen und Kollegen. Die später berühmte Tierbildhauerin Renée Sintenis stand ihm als junge Frau Modell, zeitweise arbeitete er im selben Atelierhaus wie Max Beckmann. Er ging auf Reisen mit seinen Freunden Karl Schmidt-Rottluff und Richard Scheibe. Er pflegte eine enge Beziehung zu Max Liebermann und führte intensive Briefkorrespondenzen unter anderem mit Ernst Barlach oder Gerhard Marcks.

Skulpturen in der Öffentlichkeit Kolbes Skulpturen fanden in heute

ikonischen Gebäuden der architektonischen Moderne ihre Aufstellung. Zu seinen öffentlich aufgestellten Figuren zählen neben denen im benachbarten GeorgKolbe-Hain auch „Der Morgen“ und „Der Abend“ in den Ceciliengärten in Tempelhof-Schöneberg. Berühmte Architekten wie Walter Gropius, Bruno Taut, Hans Poelzig oder Henry van de Velde schätzten seine Skulpturen und brachten sie in Beziehung zu ihren modernen Bauten. Georg Kolbe starb 1947 und wurde auf dem Friedhof Heerstraße begraben.

Charlottenburg-Wilmersdorf soll sauberer werden Zielvereinbarung zwischen Senat und Bezirk unterzeichnet

Aktiv für mehr Sauberkeit. Foto: Dmyrto_Z / Depositphotos.com Mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum – das soll mit einer Zielvereinbarung zwischen dem Berliner Senat und der Bezirk

Charlottenburg-Wilmersdorf erreicht werden. Mit gezielter Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen hofft die Politik, Müllverschmutzung im Bezirk zu reduzieren und Stadtbild sowie Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die bis zum 31. Dezember 2025 befristete Zielvereinbarung umfasst Maßnahmen, die direkt vor Ort umgesetzt werden. Der Bezirk erhält Sachmittel in Höhe von 20.000 Euro, um individuelle Präventionsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Zudem wurden im Bezirk zwei befristete Stellen für sogenannte „Waste Watcher“ geschaffen, die speziell an bekannten Müll-Hotspots Kontrollen durchführen und die Einhaltung der Sauberkeitsvorgaben überwachen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf

der Bekämpfung von Hundekot und Zigarettenkippen sowie Sperrmüll und Gewerbeabfällen. Darüber hinaus sind Präventionsmaßnahmen in Schulen und bei öffentlichen Veranstaltungen geplant, um über die Auswirkun gen von illegalem Müll aufzuklären. Nachgefragte Pilotprojekte wie der Picknickflitzer und das Trennmobil für öffentliche Events sind Beispiele für Angebote, die Müllvermeidung fördern.

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10 Jahre Kunsthaus Dahlem Vom Atelierhaus für Breker zum Treffpunkt für Kunstbegeisterte Schon der Blick in den Garten ist ein Erlebnis: Auf dem großzügigen Grundstück im Grunewalder Käuzchensteig stehen Skulpturen wie das „Tor der Kugel“, „Zweiteiliges Raummotiv II“ und „Großer Phönix III“. Rund um das Areal befinden sich Wohnhäuser aus der Nachkriegszeit. Das große Gebäude auf dem Grundstück hat eine bewegte Geschichte. In

diesem Jahr ist es 10  Jahre her, dass das Kunsthaus Dahlem seine Türen öffnete und seither mit zahlreichen Ausstellungen ein fester Anlaufpunkt für das Publikum wurde.

Gebäude aus dem Dritten Reich Das Atelierhaus, für das die Bäume im Grunewald gerodet wurden, ist etwas ganz Beson e r h I n e t Wir ret e n n a w e Bad Innerhalb 1 Tages mit Qualitäts­ beschichtungen für Badewannen und Duschtassen.

deres. Es ist eines der wenigen wurde das Haus für den BildhauGebäude für die von den Nati- er Arno Breker, in der NS-Zeit als onalsozialisten geplante „Welt- den „bedeutendsten deutschen hauptstadt Germania“, das tat- Bildhauer der Gegenwart“ besächlich gebaut wurde. Der oft zeichnet, der sich hier aber nicht genannte Flughafen Tempelhof lange aufhielt. Das von 1939 bis entstand bereits, bevor Pläne für 1942 errichtete Gebäude hatte Germania existierten. Rund um ein Glasdach. Dies erwies sich das Atelierhaus sollte eine Künst- während der Bombenangriffe lerkolonie verwirklicht werden, ab 1943 als äußerst unpraktisch, dazu kam es nicht mehr. Gebaut da regelmäßig Trümmer und

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Beton-Cadillacs von Wolf Vostell auf dem Rathenauplatz.

„Flamme“ von 1962-63 auf dem Ernst-Reuter-Platz.

Künste. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Bildhauer der Nachkriegszeit. Bekannte Werke von ihm sind die „Flamme“ auf dem Ernst-Reuter-Platz, das „Auge der Nemesis“ auf dem

nach dem Krieg hier ihr Ausbildungszentrum im großzügigen Hauptatelier und zeitweilig wurden Filmrequisiten eingelagert. Anfang der 70er-Jahre wurde das Hauptatelier in acht klei Rathenauplatz steht, entstand ebenfalls im Atelierhaus am Käuzchensteig. Nach Bernhard Heiligers Tod im Jahr 1995 wurde eine Stiftung in seinem Namen gegründet. Die Bernhard-Heiliger-Stiftung vergibt jedes Jahr den Bernhard-Heiliger-Preis für herausragende Leistungen im Bereich der Bildhauerkunst und unterstützt Nachwuchsbildhauer durch Stipendien. Führungen durch Atelier und Skulpturengarten, Organisation von Ausstellungen und Bildhauerprojekte mit Kindern sind weitere Aktivitäten der Stiftung.

Bernhard Heiliger erschuf die „Flamme“

Tierplastiken von Ewald Mataré

„Liegende“, 1948, Bronze, 31 x 62 x 24 cm. Lehniner Platz vor der Schaubühne und der „Auftakt“ im Gebäude der Philharmonie Berlin.

Cadillacs für den Rathenauplatz Doch Heiliger war nicht der Einzige, der im Atelierhaus arbeitete. Die Steinmetzinnung hatte

nere Ateliers unterteilt, die an Stipendianten vergeben wurden. Hier arbeiten Künstler wie Lazlo Lakner, Karol Broniatowski und viele weitere. Das von Wolf Vostell geschaffene Kunstwerk „2  Beton-Cadillacs im Stil der nackten Maja“, das auf dem

Für die Nutzung als Kunsthaus Dahlem ließ man das Atelierhaus und die jetzigen Ausstellungsräumen denkmalgerecht umbauen. So wurde der Bogen zwischen den Anfängen des Hauses im Nationalsozialismus bis zur modernen Kunst geschlagen. Im Kunsthaus Dahlem wird noch bis zum 9. Juni die Ausstellung „Nichts ohne Natur“ mit Tierplastiken von Ewald Mataré gezeigt. Kunsthaus Dahlem, Käuzchensteig 8 – 12, 14195 Berlin, www. kunsthaus-dahlem.de

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Im Jahr 1949 zog hier Bernhard Heiliger mit seiner Familie ein. Der 1915 in Stettin geborene Künstler hatte zunächst eine Steinbildhauerlehre absolviert. 1938 nahm er ein Studium an der Vereinigten Staatsschule für Freie und Angewandte Kunst in Berlin auf und kam in die Klasse von Arno Breker. Der sehr talentierte Heiliger wurde zum Meisterschüler und sammelte weitere Erfahrungen bei einem Aufenthalt in Paris. Später arbeitete er in Brekers Werkstätten in Wriezen mit. Gegen Kriegsende wurde er eingezogen. Als das nationalsozialistische Regime kapituliert hatte, kehrte er nach Berlin zurück und begann seine freie bildhauerische Tätigkeit. 1949 zog er in das Atelierhaus in Dahlem und begann seine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Bildende

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„ein Teppich von Glassplittern“, so Breker in seiner Biografie, auf dem Boden und den Skulpturen lagen. Der Bildhauer bevorzugte daher seine Werkstätten nahe Schloss Jäckelsbruch bei Wriezen als Arbeitsstätte.

„Das Auge des Nemesis“ von 1979/80 vor der Schaubühne.

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„Tor der Kugel“ von 1988-89 im Garten des Kunsthaus Dahlem

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Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Partnerschaft für Demokratie – im Bezirk Geldvergabe nur im Geheimen?

Monatlich erscheint in der Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf ein Thema, zu dem die in der BVV vertretenen Fraktionen Stellung nehmen. Das Thema wird „reihum“ von einer der Fraktionen bestimmt. In dieser Ausgabe hat die AfD-Fraktion das Thema vorgeschlagen.

CDU-Fraktion Irreführender, aber durchaus neugierig machend kann man ein Thema kaum wählen. Die klare Antwort auf die Fragestellung ist NEIN! Seit Jahren bin ich Mitglied im Begleitausschuss, in dem über die Vergabe von Fördergeldern der Partnerschaft für Demokratie nachvollziehbar und transparent beraten und schließlich abgestimmt wird. Berufen in dieses Gremium werden die Mitglieder durch den Vorsitz. Das war bisher an das Amt des Bezirksbürgermeisters bzw. Bezirksbürgermeisterin gebunden. Dass kein Mitglied der AfD berufen wurde, hat Gründe, die definitiv sachlich begründet sind. Warum das so ist, sollte die Partei vielleicht selbst mal hinterfragen und klären. Satzungsgemäß können zu einzelnen Tagesordnungspunkten mit Mehrheitsbeschluss die Öffentlichkeit oder einzelne Gäste ausgeschlossen werden. Wenn das erfolgte, dann war auch diese Entscheidung – zuerst durchaus oft kontrovers diskutiert – begründet. Jede Geldvergabe erfolgte bisher öffentlich und/oder satzungsgemäß. Die Sinnhaftigkeit mancher Zuwendung und deren Evaluation könnte man diskutieren, wurde hier aber nicht gefragt. Sabine Schwarz

tiker:innen, Senior:innen, Religionsgemeinschaften und Migrant:innenselbstorganisationen. In den letzten Jahren sind Demokratieprojekte zunehmend unter Beschuss antidemokratischer Kräfte geraten. Ein Beispiel dafür ist der niederträchtige Shitstorm, der im vergangenen Jahr das Register u. a. in Charlottenburg-Wilmersdorf als Ziel hatte. Mit falschen Behauptungen und Unterstellungen wurde deren hervorragende Arbeit massiv eingeschränkt. Auch berichten Mitarbeitende von Projekten immer öfter von Beleidigungen und Bedrohungen. Grund genug, Projekten und Vereinen, die dem Ausschuss ihre Arbeit vorstellen, einen geschützten Rahmen zu geben. Anja Kraus Berlin

SPD-Fraktion

Die Diskussion zur Mittelvergabe im Begleitausschuss für Demokratie geschieht in öffentlicher Sitzung transparent und nachvollziehbar. Der Begleitausschuss hat in seiner Geschäftsordnung beschlossen, dass auf Antrag eines Mitgliedes, die Öffentlichkeit zu einzelnen Tagesordnungspunkten oder zur gesamten Sitzung ausgeschlossen werden kann. Dies betrifft auch den Ausschluss von Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Nur so war es möglich, einen sicheren Raum für einen vertraulichen Austausch der Mitglieder des Begleitausschusses zu erhalten. Die Förderperiode „Partnerschaft für Demokratie“ 2020-2024 wurde erfolgreich durch den Begleitausschuss PfD beendet. Für die neue Förderperiode 2025-2032 wird ein neues Bündnis als zentrales Gremium die Arbeit aufnehmen, nähere Informationen über die Neugestaltung des Bundesprogramms liegen bisher noch nicht vor. Anne Hansen

Linksfraktion

Die Partnerschaften für Demokratie fördern Vielfalt und bekämpfen Menschenfeindlichkeit. Sie stehen für den Einsatz gegen demokratie- und menschenfeindliche Phänomene wie Rechtsextremismus, Antisemitismus B‘90/Grünen-Fraktion und Rassismus. Anlässlich des Internationalen Tags geDas Bundesfamilienministerium fördert mit Demokra- gen Rassismus am 21. März werden dank des Netzwerks tiebüros zivilgesellschaftliches Engagement auf allen über 60 Veranstaltungen und Aktionen allein im Bezirk Ebenen. Sie unterstützen Vereine und Gruppen, die sich auf die Beine gestellt. Der AfD schmeckt das nicht. Sie will für ein vielfältiges und demokratisches Miteinander ein- die freiheitliche demokratische Grundordnung beseitigen setzen sowie Radikalisierung und Polarisierung in der und zielt auf die Abschaffung der in Artikel 1 Absatz 1 Gesellschaft entgegentreten. Im Begleitausschuss von Grundgesetz verbrieften Garantie der Menschenwürde. „Partner für Demokratie“ in unserem Bezirk arbeiten die Darum macht sie jedes Engagement für Demokratie und unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Dazu gehören gegen Menschenfeindlichkeit durch Fragen nach einer u. a. Jugendliche, ehrenamtliche Vereinsmitglieder, Poli- „Geldvergabe nur im Geheimen“ verächtlich. Ein vielfältig

1.200 ohne Bild 1.100 mit Bild Vorwort Grüne SPD CDU FDP Linke AfD

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besetzter Begleitausschuss entscheidet über die Vergabe von Fördermitteln an Projekte. Dort ist kein Platz für die AfD, die in weiten Teilen ihrer Partei bereits als gesichert rechtsextrem gilt und vom Verfassungsschutz beobachtet wird, weil sie mit Forderungen nach der Remigration von Menschen nichts Geringeres als ihre Deportation verlangt. Annetta Juckel

FDP-Fraktion 551 Fragen zur Mittelvergabe an NGO´s haben nicht nur die Bundespolitik in Aufruhr versetzt, sondern auch die Bürger im Allgemeinen darüber nachdenken lassen, welche Gruppen, Vereine und Stiftungen mit ihren Steuergeldern finanziert werden. Zu Recht. Transparenz in der Mittelvergabe muss in einem demokratischen Staat zwangsläufig und ohne Ausnahme auf allen politischen und verwaltungstechnischen Ebenen gegeben sein. Dies betrifft insbesondere die Finanzierung von Projekten zur Demokratieförderung. Das Zurückhalten von Informationen zu einzelnen Projekten oder der Ausschluss von Vertretern bestimmter Parteien bei der Mittelvergabe würden dieselben in ihrem Kern und Anliegen ad absurdum führen. Demokratieförderung bzw. der Kampf um einen schleichenden oder offenen Demokratieabbau kann nur durch Einhaltung aller demokratischen Spielregeln glaubhaft geführt werden. Denn sonst würden demokratische Prozesse von innen ausgehöhlt und den Feinden unserer demokratischen Werteordnung weiter Vorschub geleistet werden. Stefanie Beckers Alternative für

Deutschland

AfD-Fraktion

Charlottenburg-Wilmersdorf steckt fest im NGO-Sumpf. Zwei sogenannte Partnerschaften für Demokratie verteilen gemeinsam mit dem bezirklichen Demokratiebüro das Geld des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ – vergangenes Jahr bundesweit 182 Millionen Euro. Der steuerfinanzierte„Kampf gegen Rechts“ steht im Zentrum. Die Bekämpfung von Linksextremismus kommt gar nicht vor und lediglich ein Prozent widmet sich„linker Militanz“. So viel zu den Machenschaften. Als Oppositionskraft wollen wir überprüfen, wohin Steuergelder fließen. Das ist aber nicht leicht, da die bezirklichen Begleitausschüsse im Geheimen tagen. Wagen unbekannte oder unliebsame Bürger zu erscheinen, wird umgehend die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Transparenz und Bürgerbeteiligung sollten das Herzstück sein, doch hier werden demokratische Grundwerte mit Füßen getreten. Das Demokratiebüro ahnt, dass die Bürger kein Verständnis für diese offenkundige Steuergeldverschwendung aufbringen werden. Die AfD wird die Subventionen für das linksgrüne Vorfeld ersatzlos streichen. Bis es soweit ist, schauen wir genau hin! Martin C. T. Kohler

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Der Kudamm ist vor allem bei Touristen beliebt.

Gute Noten für den Kudamm Berliner Einkaufsstraßen trotzen Konjunktur und Online-Handel bei überdurchschnittlich viel Geld aus. Trotz zunehmendem Onlinehandel kommen die Befragten der Studie unverändert häufig in die Innenstadt.

Zufrieden mit Handel und Erlebnis

Im Rahmen der bundesweiten Vergleichsstudie „Vitale Innenstädte 2024“ wurde die City West gut bewertet. Besucherinnen und Besucher rund um den Kudamm geben daImpressum

Pro Berliner Standort – City West, Schloßstraße in Steglitz und Hacke’sche Höfe – wurden rund 1000 Passantinnen und Passanten befragt. Die City West mit Ku´damm und Tauentzien profitiert demnach vor allem von Gästen, die außerhalb Berlins leben. Diese kommen zwar seltener als einmal im Vierteljahr, bleiben dafür länger als zwei Stunden.

Gazette Wilmersdorf ·  April Nr. 4/2025 ·  45. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Wilmersdorf, Charlottenburg, Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.

Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de Verlag

Redaktion

Gazette Verbrauchermagazin GmbH Ruhlsdorfer Straße 95, Haus 42 · 14532 Stahnsdorf ☎ 03329 / 645 15 70 Karl-Heinz Christ ·  redaktion@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88 Titelbild: Jacqueline Lorenz

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Daniel Gottschalk ·  ☎ 030 / 323 38 54 anzeigen@gazette-berlin.de

Nächste Ausgabe Mai Nr. 5/2025 · Anzeigen-/Redaktionsschluss 11.04.2025 Erscheinung 02.05.2025

Jeder zweite Besucher gibt zudem mehr als 100 Euro bei seinem Besuch aus. Insgesamt vergaben die Befragten für die Attraktivität in der City West die Schulnote 2,3, die damit im Vergleich zu 2022 besser ausfällt. Mit dem Handels- und Erlebnisangebot sind die Besucherinnen und Besucher überwiegend zufrieden. Allerdings wünschen sie sich mehr Grün in der Innenstadt, eine Aufwertung der Plätze und Maßnahmen gegen leerstehende Läden. Zu den häufigsten Kritikpunkten gehören mangelnde Sauberkeit, das Fehlen öffentlicher Toiletten und das Thema Sicherheit.

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„Ab ins B!“ startet in die dritte Runde Berliner Bezirke jenseits der City erleben Um Ostern herum ist das rote B wieder in der Stadt unterwegs! Von Karfreitag, 18. April 2025 bis Sonntag, 27.  April stellen neun Berliner Bezirke jenseits der City in einer gemeinsamen Aktion ihre touristischen Angebote ins Rampenlicht: Zwischen S-Bahnring und Stadtgrenze gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Ausflugsorte und Geheimtipps zu entdecken. Mit über 200 verschiedenen Angeboten und Aktionen lädt„Ab ins B!“ Touristen, aber auch Berliner dazu ein, neue Seiten an der Stadt zu entdecken.

u. a. das Schloss und der Gutshof Britz in Neukölln, die B.L.O.-Ateliers in Lichtenberg, der Industriesalon in Treptow-Köpenick, die Handwerksbäckerei Laufer in Reinickendorf, die Gärten der Welt in Marzahn-Hellersdorf, das Fort Hahneberg in Spandau.

Nordic Walking, Mahnmal und Jubiläum

Von Abhörstation bis Zitadelle Auch im dritten Jahr gibt es im Rahmen der Entdeckertage „Ab ins B!“ ein vielfältiges Angebot: Extra-Führungen und -Touren, vergünstigte Eintritte, kulturelle Darbietungen, Osterspecials oder kreative Mitmachaktionen. Von A wie Abhörstation bis Z wie Zitadelle machen mehr als 100 Orte mit,

Ein Besuch im Ökowerk ist Teil des Programms von „Ab ins B!“. Charlottenburg-Wilmersdorf lockt mit der Jubiläumsausstellung zum 75-jährigen Bestehen des Georg Kolbe Museums. Aber auch viele Führungen – auf dem Teufelsberg,

rund um das Olympiastadion, zur Architektur von Hans Scharoun und zum 150.  Geburtstag von Rainer Maria Rilke stehen auf dem Programm. Nordic Walking im Grunewald, ein Rundgang am Mahnmal Gleis 17 und ein Besuch im Ökowerk am Teufelssee sind weitere Höhepunkte im Bezirk.

demar. Im Botanischen Garten wird eine Arten-Rallye angeboten und im Kunstworkshop „Die Kuh und Du“ können Familien mit Kindern ab 8 Jahren ihre eigene Sichtweise auf Kühe und andere Tiere mittels eigener Werke ausdrücken.

Kunst, Märchen und Führungen

Experimentelle Filme, die nur im Übergangswohnheim für Geflüchtete in Marienfelde zu sehen sind, eine Osterrallye sowie kleine Entdeckungsreisen über das Schöneberger Südgelände unter dem Motto „Bahnbrechende Natur“ und Comedy in der Ufa Fabrik werden in Tempelhof-Schöneberg präsentiert. Außerdem gibt es Boulder-Schnupperkurse, Führungen hinter die Kulissen des Einkaufszentrums Tempelhofer Hafen und einen Osterbrunch mit Eiersuche. Das gesamte Programm für alle Bezirke ist unter www.abinsb.de zu finden.

In Steglitz-Zehlendorf gibt es Spaziergänge zu Plätzen vermeintlicher Idylle und Nachkriegsweltgeschichte, aber auch Führungen durch die Liebermann-Villa, geführte Radtouren und eine Architekturführung durch die Waldsiedlung Zehlendorf. Außerdem wird die Geschichte der Domäne Dahlem im Rahmen einer Direktorenführung erläutert. Im Kunsthaus Dahlem gibt es öffentliche Ausstellungsrundgänge und im Jagdschloss Grunewald Märchen-Open Air und Schlossgeschichten mit dem Gespenst Wal Filme, Osterrallye und Bouldern

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