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Mehr Grün für den Platz des 4. Juli

12.000 Quadratmeter werden entsiegelt

Teile vom Platz des 4. Juli werden entsiegelt und renaturiert.
Teile vom Platz des 4. Juli werden entsiegelt und renaturiert.
Erschienen in Gazette Steglitz Mai 2024
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Die Hörwelt

Neues Grün im Bezirk: Von der asphaltierten Fläche auf dem Platz des 4. Juli werden 12.000 Quadratmeter entsiegelt und von Asphalt befreit. Die Maßnahme ist ein ökologischer Ausgleich für den Ausbau der neuen Fernbahngleise südlich des Bahnhofs Südkreuz. Die Renaturierung des Areals ist ein konkretes Beispiel dafür, wie Stadträume sowohl historisch erhalten, als auch im Sinne der Anpassung an den Klimawandel zukunftsgerichtet umgestaltet werden können. Der gesamte Platz hat eine Fläche von 27.000 Quadratmetern und ist seit etwa 80 Jahren asphaltiert. Es handelt sich um das letzte erhaltene Teilstück des „Vierten Verkehrsrings“ in der von den Nazis geplanten Welthauptstadt Germania.

Bezirksstadtrat Urban Aykal: „Ich bin froh darüber, dass diese schon lang vorgesehene Entsiegelungsmaßnahme nun konkret wird und heute eine Planung vorliegt, in der sich auch die Ideen der Anwohnenden und der Bezirkspolitik wiederfinden. Ich hoffe, dass die Bauleistungen bald ausgeschrieben werden, damit wir in die Umsetzung kommen können.“

Übungsplatz bleibt erhalten

Der neue Freiraum entsteht in direkter Nachbarschaft zum Wohnquartier auf dem Gebiet des ehemaligen Telefunkenwerks. Die renaturierte Bodenoberfläche kann zukünftig anfallendes Wasser besser aufnehmen und speichern und das Regenwasser effizienter versickern lassen. Dies trägt dazu bei, sowohl die Kanalisation, als auch das Abwassersystem bei Starkregenereignissen zu entlasten. Der Parkplatz an der südlichen Seite bleibt erhalten ebenso wie eine asphaltierte Fläche an der nördlichen Platzseite, um den Fahrschulen die Motorrad-Ausbildung weiterhin zu ermöglichen.

Mehr Grün und Bäume

39 zusätzlich angepflanzte überwiegend kleinkronige Bäume schaffen ein angenehmes Mikroklima in unmittelbarer Umgebung des Wohnquartiers. Im Fokus stehen gebietsheimische Arten wie z. B. Wild-Obstgehölze, die den veränderten klimatischen Bedingungen standhalten und die Klimaresilienz insgesamt stärken. Sie ergänzen die vorhandenen 14 Linden auf der Seite des angrenzenden Parkfriedhofs Lichterfelde. Durch die Entsiegelungsmaßnahme werden auch die Standortbedingungen und die Vitalität der vorhandenen Bäume gefördert, die Luftqualität in den umliegenden Stadtteilen durch Schadstoffbindung und Sauerstoffproduktion verbessert und wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere geschaffen. Die Arbeiten sollen im zweiten Quartal 2025 abgeschlossen sein.

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