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Zwei weitere Ökotoiletten im Kurfürstenkiez

Maßnahmen des Runden Tisches Sexarbeit werden umgesetzt

Ökotoilette an der Ecke Bülowstraße/Frobenstraße. Foto: Ecotoiletten
Ökotoilette an der Ecke Bülowstraße/Frobenstraße. Foto: Ecotoiletten
Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau Juni 2020

Das vom Runden Tisch Sexarbeit erarbeitete Handlungskonzept zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Sexarbeitenden im Land Berlin umfasst unter anderem Maßnahmen im Kurfürstenkiez.

Die erste Maßnahme wurde nun umgesetzt: Seit Mitte Mai stehen zwei zusätzliche Ökotoiletten im Schöneberger Norden. Eine der Toiletten befindet sich in der Frobenstraße nahe der Kurfürstenstraße, die andere ist an der Ecke Bülowstraße/Frobenstraße unter der Hochbahn aufgestellt. Die beiden Toiletten werden über Mittel des Runden Tisches Sexarbeit finanziert, bereitgestellt durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Die beiden bereits 2018 aufgestellten Toiletten am Magdeburger Platz und vor der Zwölf-Apostel-Kirche bleiben bestehen, die Kosten für sie trägt weiterhin das Bezirksamt Mitte.

Perspektivisch soll im Rahmen des landesweiten Toilettenkonzeptes eine festinstallierte Toilette in unmittelbarer Nähe der Kurfürstenstraße aufgebaut werden. Die Ökotoiletten dienen somit als kurzfristig umsetzbare Zwischenlösung, da sie kein Wasser, Abwasser oder Strom benötigen und damit ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Wasser- und Klimaschutz leisten.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler: „Ich freue mich, dass wir nun die ersten Maßnahmen aus der Arbeit des Runden Tisches Sexarbeit umsetzen und die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung dies unterstützt. Auch in Berlin gibt es oft einen Mangel an frei zugänglichen WCs. Ökotoiletten können hierbei eine nachhaltige Sanitärlösung im öffentlichen Bereich bieten. Ihr Vorteil ist, dass sie ohne Strom, sowie Wasser auskommen und schnell aufgestellt werden können. Gemeinsam Lösungen für den Kiez zu finden und umzusetzen, halte ich für alle Beteiligten für den richtigen Weg zu einem besseren Neben- und Miteinander im Kiez. Auch die weiteren angekündigten Maßnahmen zur Verbesserung der Beratungsangebote vor Ort und der Sauberkeit im Kiez sollen nun rasch umgesetzt werden.“

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