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Eine Königin aus den Niederlanden

Stele am Henriettenplatz erinnert an Luise Henriette von Oranien

Erschienen in Gazette Wilmersdorf Juni 2020
Kurfürstin Luise Henriette und Kurfürst Friedrich-Wilhelm auf der Stele am Henriettenplatz.
Kurfürstin Luise Henriette und Kurfürst Friedrich-Wilhelm auf der Stele am Henriettenplatz.

Die Namensgeberin vom Henriettenplatz ist auch dort verewigt – niederländische Unternehmer spendeten zum 750. Geburtstag der Stadt Berlin eine Stele, die 1988 aufgestellt wurde. Sie zeigt die Reliefs der Gesichter von Luise Henriette und ihrem Mann Friedrich Wilhelm, dem Großen Kurfürsten.

Luise Henriette (1627 – 1667) wurde als Prinzessin von Oranien Nassau geboren. Ihre Hochzeit mit dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg war politisch motiviert, wie die meisten Ehen jener Zeit. Die Oranier waren die politisch führende Familie der Niederlande und darüber hinaus sehr vermögend. Davon konnte Brandenburg, das durch den Dreißigjährigen Krieg entvölkert war, nur profitieren. Luise Henriette kam nicht nur mit einer stattlichen Mitgift. Auch holländische Handwerker, Kaufleute, Künstler und Landwirte folgten der Prinzessin. Sie bekam sechs Kinder, von denen drei das Erwachsenenalter erreichten. Darunter Friedrich I., der erste König in Preußen. Ein Geschenk ihres Gatten war das Amt Bötzow. Dort ließ Luise Henriette ein Schloss im holländischen Stil errichten – das Schloss Oranienburg. Schon bald danach benannte sich das gesamte Amt Bötzow in Oranienburg um. Luise Henriette war schon länger an Tuberkulose erkrankt, sie starb in Cölln.

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