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„Opfer sind nicht verlangt“

Die Kleingartenkolonie Am Stadtpark I antwortet der Bezirksverordnetenversammlung

Plakatenthüllung während der Kundgebung zur Rettung von Block 1 am 23. Mai 2020. Foto: Oliver Rudzick
Plakatenthüllung während der Kundgebung zur Rettung von Block 1 am 23. Mai 2020. Foto: Oliver Rudzick
Erschienen in Gazette Wilmersdorf August 2020
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„Kolonie Am Stadtpark I“ – welche Opfer verlangt die „Wachsende Stadt“? – Dies war das Thema der Bezirksverordnetenversammlung in der Juli-Ausgabe der Gazette.

Gabriele Gutzmann, 1. Vorsitzende der Kleingartenkolonie Am Stadtpark I dazu:

Die „Wachsende Stadt“ mag Opfer fordern, aber dazu gehören nicht die Gärten der über 100 Jahre alten Kleingartenkolonie Am Stadtpark I. Soll die Wangari-Maathai-Internationale Schule wachsen, so kann dies am bestehenden Standort auch auf den dortigen schulischen Freiflächen von ca. 9000 qm geschehen. Bei Ständerbauweise würden sogar Freiflächen erhalten. Allerdings ist die Anbindung an U- und S-Bahn schlecht. Erfahrungsgemäß werden die meisten Schüler im Auto gebracht und wieder abgeholt und es fragt sich, ob die zubringenden Wohnstraßen dem zu erwartenden Autoverkehr gewachsen sind. Es fragt sich auch, ob eine 2. Internationale Schule nicht besser einem anderen Bezirk zugutekommen sollte, da sich unweit in Wilmersdorf bereits die 1. Internationale Schule befindet.

Wir danken allen Fraktionen der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf für Ihre Stellungnahmen und freuen uns über die vielfältige Unterstützung. Wir hoffen, dass die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sich für eine Lösung entscheidet, die unsere Kleingartenkolonie intakt lässt und dass sich dies dann auch im Kleingartenentwicklungsplan wieder findet. Eine wachsende Stadt braucht auch eine wachsende Anzahl von Gärten und zwar nicht am Stadtrand, sondern dort, wo die Menschen mit ihren Kindern leben, atmen und sich erholen wollen.

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