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Dach der Trinitatiskirche wird saniert

Erschienen in Gazette Charlottenburg Mai 2018
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Foto: J. Kaelberlah
Foto: J. Kaelberlah

Seit fast 120 Jahren thront das Turmkreuz der Charlottenburger Trinitatiskirche über dem Karl-August-Platz. Seit 19. April musste es seinen prominenten Platz allerdings für einige Zeit verlassen: Im Rahmen umfangreicher Sanierungsarbeiten am Dach der Kirche wurde das dreidimensionale Kreuz samt Turmkugel abgenommen. Ein Spezialkran hat die Metallkonstruktion in etwa 80 Metern Höhe aus ihrer Verankerung gehoben und zu Boden befördert.

Während die Bauarbeiten am Dach der Trinitatiskirche vorangehen, wird das Kreuz von einer Spezialfirma auf mögliche Altersschäden untersucht und aufgearbeitet. „Danach kehrt es natürlich wieder an seinen Platz auf dem Kirchturm zurück – wir wissen nur noch nicht, wann“, sagt Ulrich Hutter-Wolandt, Pfarrer der Trinitatiskirche.

Unbekannt ist auch der Inhalt der Kugel unter dem Kreuz, die bei dieser Gelegenheit geöffnet werden soll. In der sogenannten Zeitkapsel sind in der Regel historische Dokumente aus der Zeit des Kirchenbaus zu finden, zum Beispiel Baupläne und Zeitungen, Münzen oder Berichte über damalige Ereignisse in der Gemeinde. Bei Sanierungsarbeiten öffnen Kirchengemeinden die Kapseln häufig und fügen Fotos oder andere aktuelle Objekte hinzu.

Die Evangelische Trinitatiskirche wurde 1898 geweiht. Die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg überstanden lediglich ihr Turm und die äußeren Mauern weitgehend unbeschadet. Ab 1951 wurde die Kirche wieder aufgebaut und 1953 erneut geweiht.

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