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Langer Freitag am Bayerischen Platz

Am 8. Juni bieten Geschäfte und Gastronomie ein buntes Programm

Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau Juni 2018
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Spaß, Informationen und mehr im Kiez: Wenn bis in den späten Abend vor den Geschäften immer noch das Leben tobt, Musik erklingt und Kinder spielen, ist wieder Langer Freitag. Die Tradition wurde vom Verein Quartier Bayerischer Platz im Jahr 2007 erstmals ins Leben gerufen. Seitdem wird einmal im Jahr ein buntes Programm geboten – mit Informationen, Spielen, Lesungen, Vorführungen und vielem mehr. Es ist die Gelegenheit, die Vielfalt im Kiez näher kennenzulernen. Am Langen Freitag am 8. Juni von 16 bis 22 Uhr nehmen rund 40 Unternehmen teil, unterstützt von vielen ehrenamtlichen Helfern.

Der Verein Quartier am Bayerischen Platz lädt von 18.30 bis 20 Uhr zu drei Erlebnistouren durch das Bayerische Viertel ein. Bis 22 Uhr lässt sich rund um den Platz vieles erleben. Geschäfte und Restaurants bieten Sonderaktionen und Rabatte, es gibt Kunst zu sehen, Kinderschminken, Spezialitäten, Verkostungen, viele musikalische Angebote und so einiges mehr. Die vielfältigen Angebote finden Sie im Flyer, der in den Geschäften rund um den Bayerischen Platz ausliegt.

Genuss und Vielfalt

Rund um den Platz und in den anliegenden Straßen hat sich eine Geschäftsvielfalt jenseits von großen Filialisten angesiedelt. Individuelle Einzelhandelsgeschäfte, kleine Supermärkte und viele Dienstleister geben der Gegend ein ganz eigenes und unverwechselbares Gesicht. Ein wichtiger Faktor der Aufenthaltsqualität sind auch die zahlreichen gastronomischen Angebote. Gut Essen und ein Glas Wein genießen und mit Freunden plaudern – hierzu hat man am Bayerischen Platz jede Menge Möglichkeiten.

Erholsames Grün

Der Bayerische Platz gehört zu den begehrtesten Wohnlagen in Schöneberg. Einige Gründerzeithäuser, die Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurden, haben den Zweiten Weltkrieg überstanden und geben einen Eindruck davon, wie prachtvoll die gesamte Bebauung einst war. Rund um den Platz laden Bänke zum Sonnen ein, Blickfang sind sowohl der Löwe als auch der munter vor sich hin sprudelnde Brunnen. Die große Rasenfläche setzt einen ruhigen, grünen Kontrapunkt zu der geschäftigen Umgebung. Die Bäume rund um den Platz, der von Fritz Encke gestaltet wurde, rauschen leise im Wind und sind ein wohltuender Gegensatz zum Straßenlärm.

Löwe hinter Gittern

Der Bayerische Löwe ist zurzeit eingezäunt. Die 1953 auf dem Platz aufgestellte Bronzefigur wurde dem Bezirk Schöneberg vom Land Bayern geschenkt. Nun muss die Standfestigkeit geprüft werden. Denn auch der Sockel des Löwen ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Der Beton bröckelt und der innenliegende Stahl sieht reichlich rostig aus. Damit niemand gefährdet wird, wenn der mutig brüllende Löwe doch umkippen sollte, sorgen Gitter für einen ausreichenden Abstand.

Flächendenkmal und Information

Rund um den Platz und in den Nebenstraßen hängen 80 Tafeln. Auf ihnen sind die Diskriminierungen und Demütigungen festgehalten, die die jüdischen Mitbürger – von denen viele im Bayerischen Viertel lebten – im Nationalsozialismus erfahren mussten. Vom Verbot des Schulbesuchs über Berufsverbote und Badeverbot am Strandbad Wannsee – die Schikanen waren zahlreich. Auch die Deportationen werden in dem Flächendenkmal thematisiert. Das Projekt wurde bereits 1992 von den Künstlern Renata Stih und Frieder Schnock verwirklicht.

Viele weitere Informationen über jüdisches Leben und Vertreibung im Bayerischen Viertel bietet das Café Haberland, in dem kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

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