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Wort des Bezirksbürgermeisters

Charlottenburg-Wilmersdorf Januar 2018

Erschienen in Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf Januar 2018
Reinhard Naumann
Reinhard Naumann

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Nach den Feiertagen und dem Jahreswechsel begrüße ich Sie herzlich im Neuen Jahr 2018! Ich wünsche Ihnen ein glückliches Jahr, insbesondere Gesundheit, persönliche Zufriedenheit, Erfolg in Beruf oder in der Ausbildung und im ehrenamtlichen Engagement.

Integrationspreis 2017

Gemeinsam mit der Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Annegret Hansen konnte ich am 18. Dezember den Integrationspreis des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf verleihen. Dieser wird auf Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung seit 2012 und damit zum sechsten Mal vergeben, um besondere Verdienste um die Integration in Charlottenburg-Wilmersdorf anzuerkennen und zu würdigen. Die Preisverleihung findet in zwei Kategorien statt: Die Kategorie „Einzelpersonen“ wird mit 500 Euro Preisgeld, die Kategorie „Verbände und Institutionen“ mit 1.000 Euro Preisgeld bedacht.

Als Einzelperson wurde Herr Mohammad Zahoor-Pasdar mit dem Integrationspreis ausgezeichnet. Er ist langjährig auf vielfältige und vor allem unermüdliche Weise integrationspolitisch tätig, sei es mit seinem Fernsehsender IRTV, durch sein Engagement im interkulturellen Begegnungszentrum Pangea-Haus oder durch den Einsatz als ehrenamtlicher Sprachmittler für Flüchtlinge.

In der Kategorie „Verbände und Institutionen“ haben wir das ökumenische Flüchtlingsprojekt der ev. Friedensgemeinde und der kath. Kirchengemeinde Heilig Geist in Westend ausgezeichnet. Seit Anfang 2016 werden dort kontinuierlich zwei Nachmittage in der Woche gemeinsam mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten gestaltet, um miteinander in Kontakt zu kommen. So unterschiedlich wie die Bedürfnisse junger Menschen ist auch das Programm an den Nachmittagen. Eine der wichtigsten Bausteine des Projektes ist seine Kontinuität auch in Zeiten, in denen die Neuzuwanderung asylsuchender Menschen wieder zurückgeht.

Die diesjährigen Preisträger*innen unseres Integrationspreises stellen einmal wieder unter Beweis, dass wir in unserem Bemühen um ein friedliches und vielfältiges Miteinander, Wertschätzung, Zugewandtheit, Geduld, Beharrlichkeit und Respekt benötigen. Die Unermüdlichkeit in den kleinen Dingen und zwischenmenschlichen Begegnungen ist es gerade in Zeiten ein Wert, den es zu würdigen und zu ehren gilt!

Gedenktag 27. Januar – Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Der Bundespräsident Roman Herzog hat 1996 in Erinnerung an den Tag der Befreiung von Auschwitz am 27.1.1945 den 27. Januar als nationalen Holocaust-Gedenktag in Deutschland ausgerufen. In Israel wird dieser Tag bereits seit 1959 als Nationalfeiertag Jom haScho‘a begangen. Um 10 Uhr heulen dort im ganzen Land für 2 Minuten die Sirenen, der Verkehr kommt zu Stillstand und die Menschen verharren schweigend. In unserem Bezirk gedenken wir insbesondere der Shoa am Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus am Steinplatz.

Seit 2010 findet auch eine Gedenkstunde auf dem Theodor-Heuss-Platz durch das Regionalteam 3 des Jugendamtes in Kooperation mit der Ev. Kirchengemeinde Neu-Westend, der Wald-Oberschule, dem Gymnasium zum Grauen Kloster, dem Walter-Rathenau-Gymnasium, dem Heinz-Berggruen-Gymnasium und dem Verein „Erinnern und VerANTWORTung – Gedenkarbeit an Berliner Schulen e. V.“ im Rahmen des Regionalen Netzwerkes Charlottenburg-West statt. Da der 27. Januar in diesem Jahr auf einen Samstag fällt, wird die Gedenkveranstaltung nahe dem Blauen Obelisken, bereits am 26. Januar um 12 Uhr stattfinden. In diesem Jahr lautet der Leitsatz „Widerstand“.

Mit Blick auf die jüngsten Entgleisungen bei Kundgebungen in Mitte, Neukölln und bei uns in der City West ist jeder Form des Missbrauchs unseres verfassungsrechtlichen geschützten Versammlungsrechts für Antisemitismus und Israel-Hass mit allen rechtsstaatlichen Mitteln entgegen zu treten.

Kiezspaziergang

Unser Spaziergang im Januar führt uns durch einen kleinen, relativ neu erschlossenen Teil Charlottenburgs, wo im Moment sehr viel passiert. Es ist ja in gewachsenen Städten nicht einfach, neue Viertel zu erschließen. Der Treffpunkt ist vor dem Novotel am S-Bahnhof Tiergarten: Samstag, den 13. Januar, wie immer um 14 Uhr. Von dort aus gehen wir am Flohmarkt entlang Richtung Charlottenburger Tor, dann am Ufer des Landwehrkanals entlang, ehe wir zu den neuen Straßen mit den Namen von Margarete Kühn, Otto Dibelius, Hannah Kaminski und Johannes Gutenberg und zum Herbert-Lewin-Platz kommen. Dabei werden wir auch etwas über die Baustelle von Mercedes Benz erfahren, bevor wir bei der Königlichen Porzellan-Manufaktur in der Wegelystraße unseren Spaziergang beenden.

Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. Alle Interessierten sind willkommen. Informationen über die bisherigen Kiezspaziergänge finden Sie im Internet unter www.kiezspaziergaenge.de .

Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter naumann@charlottenburg-wilmersdorf.de.

Mit allen guten Wünschen für eine friedvolle Advents- und Weihnachtszeit und ein glückliches Neues Jahr 2018 grüßt Sie herzlich

Ihr
Reinhard Naumann
Bezirksbürgermeister

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