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Wort der Bezirksbürgermeisterin

Tempelhof Schöneberg März 2019

Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau März 2019
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Evangelisches Seniorenheim
Angelika Schöttler
Angelika Schöttler. Foto: Photo Huber

Liebe Leser_innen,

es ist geschafft – die dunkle Jahreszeit ist vorbei und Berlin wird wieder grüner! Nutzen Sie den Frühling und gehen Sie einmal wieder richtig in Ihren Kiezen bummeln, besuchen Sie die schönen Cafés unseres Bezirkes!

Frauenmärz

Der diesjährige Frauenmärz in Tempelhof-Schöneberg steht ganz im Zeichen des großen Jubiläums, das wir dieses Jahr bundesweit ordentlich feiern werden – „70 Jahre Grundgesetz (GG)“! Beleuchtet wird in über 30 Veranstaltungen, welche Rolle Frauen als Vordenkerinnen, Akteurinnen und Erbinnen unserer Verfassung eingenommen haben. Haben die vier weiblichen Mitglieder des Parlamentarischen Rates 1949 auch maßgeblich zur Festschreibung der Gleichstellung von Mann und Frau beigetragen, so ist doch die Umsetzung der Formulierung des Artikels 3 GG „Frauen und Männer sind gleichberechtigt“ bis heute noch nicht in vollem Umfang erreicht. Dies zeigen unterschiedliche Löhne, Besetzung von Posten in Aufsichtsräten und auch in unseren Parlamenten ganz deutlich. Vier Wochen lang wird in kostenfreien Lesungen, Workshops und Ateliers Spannendes für Männer wie Frauen geboten – es sei denn, die Veranstaltung ist mit „ladies only“ angekündigt.

Gleich die Auftaktveranstaltung startet spannend mit der Festrede von Lore-Maria Peschel-Gutzeit, Klasse-Musikbeiträgen und den „Gorilla Ladies“. Wer dieses beliebte Improvisationstheater kennt weiß, hier wird auf ganz hohem Niveau gearbeitet. Da der Auftakt erfahrungsgemäß gut besucht ist, heißt es unbedingt rechtzeitig kommen.

Termin: Freitag, 1. März 2019, ab 19:30 Uhr
Ort: Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm/Ecke Barnetstraße, 12305 Berlin.

Verpassen sollten Sie auch nicht die Lesung von Adriana Altaras, die anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März ihren Roman „Die jüdische Souffleuse“ vorstellen wird. Erzählt wird die Geschichte einer Regisseurin und einer Souffleuse, die in einem Provinztheater aneinandergeraten. Mit hinreißender Tragikomik werden die Absurditäten des Theateralltags und die abenteuerliche Reise dieser beiden Frauen beschrieben. Es ist übrigens die erste Lesung in der Mittelpunktbibliothek nach den Sanierungsmaßnahmen und wird bestimmt ein tolles Bucherlebnis.

Der Internationale Frauentag muss ordentlich gefeiert werden, zumal er ab diesem Jahr für alle Berliner_innen als „arbeitsfreier“ Feiertag anerkannt wurde, was ich als besonderes Zeichen der Wertschätzung für Frauenpolitik sehe.

Termin: Freitag, 8. März 2019, ab 19.30 Uhr
Ort: Mittelpunktbibliothek, Hauptstraße 40, 10827 Berlin

Ein für mich ganz besonderer Termin innerhalb des Frauenmärzes ist die „Femmage“ für die Frauenrechtlerin und Schriftstellerin Hedwig Dohm. Sie war es, die 1873 als Erste in Deutschland das Frauenwahlrecht und die völlige Gleichstellung von Frauen und Männern forderte. Zeit ihres Lebens hat sie darunter gelitten, dass ihr als Frau nicht die gleichen Bildungschancen offenstanden wie ihren Brüdern. Ihr Engagement für die Rechte der Frauen war wegweisend und ihr feministischer Lebensweg beachtlich. Die Zeitschrift EMMA hat sie als „brillanteste Feder der Frauenbewegung“ gefeiert. Endlich erhält Hedwig Dohm eine Ehrengrabstätte der Stadt Berlin. Diese werden an Menschen vergeben, die sich mit ihrem Lebenswerk verdient um unsere Stadt gemacht haben. Mit einem Vortrag und einer Lesung sowie dem gemeinsamen Gang zum Ehrengrab werden wir an Hedwig Dohm erinnern. Ich hoffe, es kommen viele!

Termin: Sonntag, 24. März 2019 um 12 Uhr
Ort: Kapelle Alter St. Matthäuskirchhof, Großgörschenstraße 12–14, 10829 Berlin

Sie sehen, es lohnt sich, den Frauenmärz so richtig mitzuerleben. Das vollständige Programm erhalten Sie in der Pressestelle im Rathaus Schöneberg, in den Bürgerämtern oder unter www.frauenmaerz.de .

Infos: Anita Petzold, Tel. 90277- 4347

Verdienstmedaillen und Förderpreis

Das Ehrenamt ist etwas ganz Besonderes – denn hier wird Zeit, Wärme und Zuwendung verschenkt. Dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist es wichtig, sich hierfür laut und deutlich zu bedanken. Daher zeichnen wir jährlich Menschen oder Organisationen mit Verdienstmedaillen für ihr herausragendes bürgerschaftliches Engagement aus.

Kennen Sie eine Person, die sich durch ihre herausragende und nachhaltige Leistung (mindestens acht Jahre) für die Allgemeinheit insbesondere im sozialen, kulturellen oder wirtschaftlichen Bereich in unserem Bezirk verdient gemacht hat? Wir freuen uns auf Ihren Vorschlag für eine Verdienstmedaille.

Oder kennen Sie Personen, Gruppen oder Projekte, die sich vorbildhaft engagiert haben? Dann schlagen Sie uns diese vor, denn der mit 1.000 Euro dotierte Förderpreis wartet auf sie.

Ihre Vorschläge mit Begründungen nimmt das Ehrenamtsbüro bis zum 8. März 2019 entgegen. Trauen Sie sich, Vorschläge zu machen. Wenn Sie Fragen zu den genauen Vergabevoraussetzungen haben, wenden Sie sich bitte an unser Ehrenamtsbüro!

Info: www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/politik-und-verwaltung/ehrenamtsbuero/
E-Mail: ehrenamtsbuero@ba-ts.berlin.de
Telefon: (030) 90277–6051/6600

Der März in Tempelhof-Schöneberg wird wieder außerordentlich und Sie sind hoffentlich dabei!

Herzlichst Ihre
Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin
Tempelhof-Schöneberg

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