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Die Badende

Skulptur von Ferdinand Lepcke steht auf dem Hohenzollernplatz

Erschienen in Nikolassee & Schlachtensee Journal Juni/Juli 2017
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Eine Schönheit mit einem seltsamen Namen. Die Statue „Die Badende“ auf dem Hohenzollernplatz am S-Bahnhof Nikolassee wurde von dem Bildhauer Ferdinand Lepcke (1866 – 1909) als Phryne bezeichnet. Die Bedeutung dieses Namens ist wenig schmeichelhaft, übersetzt heißt er „Kröte“. Das Vorbild für die Statue lebte im 4. Jahrhundert vor Chr. im alten Griechenland. Phryne, die eigentlich Mnesarete „Eingedenk der Tugend“ hieß, war eine berühmte griechische Hetäre. Schon zu ihren Lebzeiten stand sie aufgrund ihrer Schönheit Modell für Statuen. Den Beinamen Phryne erhielt sie wegen ihres gelblichen Teints. Das Original von Ferdinand Lepcke stammt aus dem Jahr 1900, es verschwand im Zweiten Weltkrieg. Der Nachguss stand bis 2008 auf der Wiese nahe dem S-Bahnhof Schlachtensee und wurde dann nach Nikolassee versetzt, da die Statue am Schlachtensee immer wieder durch Schmierereien entstellt wurde.

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