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Langer Freitag am Bayerischen Platz

Am 15. September gibt es in vielen Geschäften rund um den Platz Sonderaktionen

Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau September 2017
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Wenn bis 22 Uhr am Bayerischen Platz „richtig was los“ ist, wenn Musik erklingt und Nachbarn sich auf Bierbänken zum Essen und Quatschen zusammensetzen, dann ist zweifellos wieder der traditionelle Lange Freitag. Bereits zum 15. Mal findet diese beliebte Veranstaltung statt, die vom Verein Quartier Bayerischer Platz e. V. ins Leben gerufen wurde und bereits seit 2002 jährlich veranstaltet wird. Mit einem bunten Programm der Einzelhändler und Dienstleister ist ein schöner Spätsommerabend garantiert.

Erleben Sie den Platz mit allen Sinnen

In diesem Jahr steht der Lange Freitag unter dem Motto „Erleben Sie den Platz mit allen Sinnen“. In den Geschäften werden Aktivitäten rund ums Schmecken, Riechen, Probieren, Hören und Sehen geboten. Es wird unter anderem Hörspiele, Weinaromen riechen und probieren sowie Geschicklichkeitsspiele geben.

15 Geschäfte am Bayerischen Platz lobten im Vorfeld des diesjährigen Langen Freitags einen studentischen Wettbewerb mit der Abschlussklasse Grafik-Design des Lette-Vereins aus. Ziel war es, ein Konzept zu entwickeln, das den Anwohnern des Bayerischen Viertels und den angrenzenden Gebieten die Vielfalt der Angebote und die Aktivitäten der Geschäftsleute am Bayerischen Platz näherbringen soll. Die Kampagne „platz +“ wird am 15. September im Rahmen des Langen Freitags vorgestellt.

Außergewöhnlich ist das bürgerliche Engagement vieler Geschäftsleute, die sich um die gärtnerische Pflege des Bayerischen Platzes kümmern, kulturelle Abende veranstalten und die Geschichtsausstellung im Café Haberland betreuen. Mit dazu gehören auch regelmäßige Treffen mit Bezirkspolitikern.

Kleine Exkursion in die Vergangenheit

Schon bald, nachdem Schöneberg im Jahr 1898 ihr neues Baugebiet im Westen der jungen Stadt ausgewiesen hatte, begann die Erschließung und der Bau von Wohnraum für die besser gestellten künftigen Bewohner. Federführend waren Salomon und Georg Haberland. Das Konzept ging auf und das neue Bayerische Viertel war schnell durch neue Bewohner belebt. Die großzügigen Wohnungen mit viel Platz für Repräsentation, Familie und Personal fanden reißenden Absatz. Raus aus dem engen und stickigen Berlin war das Motto der Stunde. Neben Schöneberg starteten in Wilmersdorf, Friedenau, Groß-Lichterfelde und Charlottenburg weitere Baugesellschaften, die betuchte Bewohner anlocken sollten.

Schmuckplatz mit U-Bahn-Anschluss

Um den Wohlfühlfaktor zu erhöhen und die Gegend aufzuwerten, beauftragten die Stadtväter Gartendirektor Fritz Encke mit dem Bau eines Schmuckplatzes. Zwischen 1907 und 1908 wurde der Bayerische Platz angelegt, der zum Treffpunkt und Erholungsort der Anwohner wurde. Für die Mobilität sorgte die neu gebaute U-Bahn, die 1910 eröffnet wurde.

Themencafé für Vergangenheit und Gegenwart

Mit dem Café Haberland bleibt der Name der „Väter“ des Bayerischen Viertels erhalten. In dem lichtdurchfluteten Raum über dem U-Bahnhof Bayerischer Platz befindet sich ein Themencafé ohne Verzehrzwang. Mit den unterschiedlichsten Medien wird über die Vergangenheit der Umgebung berichtet, dabei wird ein großes Augenmerk auf die Zeit des Nationalsozialismus gelegt. Das Bayerische Viertel hatte vor dem Zweiten Weltkrieg viele jüdische Bewohner. Diese litten während des sogenannten „Dritten Reichs“ unter zahlreichen Schikanen und wer nicht rechtzeitig floh oder in den Untergrund ging, wurde durch Deportation in den Tod geschickt. An ihre Schicksale wird im Café Haberland sowie in der Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ im Rathaus Schöneberg erinnert. Aber auch die Gegenwart spielt in dem Themencafé eine große Rolle, so finden unter anderem Diskussionen zur aktuellen Politik statt.

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