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Die Amerikaner im geteilten Berlin

Neue Angebote des AlliiertenMuseums

Erschienen in Dahlem & Grunewald Journal Dezember/Januar 2017

Fast ein halbes Jahrhundert lang prägten die amerikanischen Streitkräfte mit ihren militärischen und zivilen Einrichtungen den Berliner Südwesten. Der ehemalige amerikanische Sektor war vom Einmarsch der US-Truppen 1945 bis zu ihrem Abzug 1994 Heimat für Zehntausende von Amerikanern. Noch heute spiegelt sich diese Tatsache im Stadtbild des Bezirkes wider.

In Kooperation mit dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, dem Regionalmanagement Berlin SÜDWEST und visitBerlin hat das AlliiertenMuseum zwei neue Angebote erarbeitet, die die Spuren dieser amerikanischen Präsenz sichtbar machen. In der Reihe „Orte der Geschichte“ des Ch. Links-Verlags erscheint das Buch „Die Amerikaner im geteilten Berlin. Spurensuche im Südwesten der Stadt“, das ehemalige US-Einrichtungen in Berlin mit ihrer Nutzungsgeschichte vorstellt. Darüber hinaus lädt eine mobile Webseite mit interaktiver Karte und neuem historischen Bild-, Ton- und Filmmaterial ein, ausgewählte Orte der Amerikaner im Bezirk selbständig zu erkunden.

„Als sich die Arbeitsgruppe mit Vertretern der Initiatoren mit dem AlliiertenMuseum zum ersten Mal im November 2016 traf, ging es vor allem darum, Instrumente zu schaffen,, die zu jeder Zeit an jedem Ort das Leben der Amerikaner in unserem Bezirk darstellen“, sagt Cerstin Richter-Kotowski, Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf. „Mit der mobilen Website und dem Buch ‚Die Amerikaner im geteilten Berlin‘ in deutscher und englischer Sprache ist das auf hervorragende Weise gelungen. Es sind Informationsmöglichkeiten, die von jeder Altersgruppe genutzt werden können. Sie richten sich nicht nur an Menschen, die in unserem Bezirk leben und arbeiten, sondern auch an die über 30.000 Studierenden der Freien Universität Berlin, an alle Berliner und Touristen. Gerade junge Menschen wissen zu wenig über die Geschichte der Amerikaner in Berlin.“

Mit den neuen Angeboten knüpft das AlliiertenMuseum an das bereits bestehende Führungsformat des Kiezspazierganges „Little America“ an. Die mobile Webseite zur eigenständigen Erkundung nimmt fast vergessene Orte im erweiterten Umfeld des AlliiertenMuseums und des ehemaligen US-Hauptquartiers in den Blick, die leicht zu Fuß oder per Fahrrad erreichbar sind. Zu jeder Station bietet die Webseite Hintergrundinformationen und zum Teil unveröffentlichtes Archivmaterial aus der Zeit der amerikanischen Besatzung an. Das neue Taschenbuch stellt 23 ehemalige Einrichtungen der Amerikaner mit ihrer Nutzungsgeschichte vor. Auch hier liegt der Schwerpunkt auf dem Berliner Südwesten. Einzelne Orte wie der Checkpoint Charlie, der Flughafen Tempelhof oder die Field Station Berlin auf dem Teufelsberg reichen jedoch auch weiter in den Berliner Stadtraum hinein.

Das Buch „Die Amerikaner im geteilten Berlin. Spurensuche im Südwesten der Stadt“ ist in deutscher und englischer Sprache im Ch. Links-Verlag erschienen und kostet 5 Euro. Die kostenlose mobile Webseite ist unter www.amerikaner-in-berlin.de erreichbar.

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