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Flair und mehr am Hohenzollerndamm

Kultur, Geschichte und viele Angebote

Der denkmalgeschützte Zugang zur S-Bahn mit dem BfA-Gebäude im Hintergrund.
Der denkmalgeschützte Zugang zur S-Bahn mit dem BfA-Gebäude im Hintergrund.
Erschienen in Gazette Wilmersdorf November 2017
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Trotz teilweise dichter Wohnbebauung ist der Hohenzollerndamm alles andere als grau und langweilig. Viel Grün und Plätze, die das Häusermeer unterbrechen, verleihen der Straße ein großzügiges Erscheinungsbild. Vom großstädtischen Ambiente nahe der Bundesallee über viele Verwaltungsgebäude am Fehrbelliner Platz und nahe der Autobahn bis hin zum gemütlichen und gehobenen Flair am Roseneck in Schmargendorf, zeigt der Hohenzollerndamm die unterschiedlichsten Gesichter.

Öffentliche Verkehrsmittel bestens aufgestellt

Und die Erreichbarkeit? Kein Problem! Die U-Bahnlinie 3 ist mit den Bahnhöfen Spichernstraße, Hohenzollernplatz und Fehrbelliner Platz vertreten. Schon die Eingänge sind sehenswert: Der Hohenzollernplatz hat zwar nur einen kleinen U-Bahnhof, aber der Eingang mit den monumentalen Säulen und den Adlerfiguren weist darauf hin, dass das damals reiche Wilmersdorf bei der Anlage seiner öffentlichen Verkehrsmittel nicht geizte. Der 1912 entstandene U-Bahnhof gehört heute zu den Baudenkmälern. Der rote U-Bahnhof am Fehrbelliner Platz wurde als optischer Gegensatz zu den ihn umgebenden Verwaltungsgebäuden gebaut.

Der Pavillon mit den bewusst angebrachten, unregelmäßig aussehenden Elementen entstand zwischen 1967 und 1972. Der Bahnhof an sich ist aber viel älter – er wurde zwischen 1910 und 1913 im Zuge des kommunalen U-Bahnbaus der Gemeinde Wilmersdorf errichtet. In den Gängen, die zum Bahnsteig führen, haben sich mehrere Geschäfte angesiedelt.

Auch der nächste Bahnhof im Verlauf des Hohenzollerndamms bietet Geschäfte – diesmal überirdisch. Sie befinden sich in dem Eingangsgebäude des S-Bahnhofs Hohenzollerndamm, das in den Jahren 1908 bis 1910 von Heinrich Thiering im Neubarock- und Jugendstil erbaut wurde und ebenfalls zu den Baudenkmälern zählt. Seit 2002 hält die Ringbahn wieder in dem Bahnhof, der lange Zeit im Dornröschenschlaf lag. Das hat sich gründlich geändert – sowohl der S-Bahnhof als auch seine nähere Umgebung samt ihren Angeboten werden lebhaft frequentiert.

Last not least wird der Hohenzollerndamm auch von mehreren Buslinien befahren. So ist die gut ausgebaute Straße auch ohne eigenen Pkw problemlos für jedermann erreichbar. Der Weg hierher und ein näherer Blick lohnt sich – interessante Baudenkmäler und ein breit gefächertes Angebot machen den Hohenzollerndamm zu einem ansprechenden Ziel.

Kultur kostenlos und ganz nah

Ein fester Kulturtreffpunkt in Wilmersdorf ist die Kommunale Galerie am Hohenzollerndamm 176, nahe dem Fehrbelliner Platz. In dem funktionalen Ausstellungsforum werden ständig wechselnde Ausstellungen diverser Kunstformen gezeigt. Grafik, Fotografie, Installationen, Malerei und Performances können hier auf 400 Quadratmetern erlebt werden. Künstler aus Berlin – vor allem diejenigen, die in Charlottenburg-Wilmersdorf leben und arbeiten – stehen hier im Fokus. Die aktuellen Ausstellungen und weitere Informationen unter www.kommunalegalerie-berlin.de .

Jazz im Bunker

Ein Kulturort der ganz anderen Art befindet sich in einem früheren Luftschutzbunker in Schmargendorf. Einst diente er als Quartier für eine Flugmeldekompanie. Nach langem Leerstand wurde er von engagierten, jungen Menschen wieder zum Leben erweckt. Heute finden hier Ausstellungen, Konzerte und vieles mehr statt. Musiker finden hier beispielsweise Übungsräume, in denen sie garantiert niemanden stören. Das aktuelle Programm und weitere Informationen unter www.artist-homes.com .

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