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„Auf der Spur der Menschenrechte“

Stadtspaziergang über die Rote Insel

EUREF-Gelände.
EUREF-Gelände.
Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau November 2017
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Blumen HübnerReiseland

Der nächste Stadtspaziergang „Auf der Spur der Menschenrechte“ - die „Rote Insel“ in Berlin-Schöneberg mit Martin Forberg (MA Neuere Geschichte; Dozent und freier Journalist) findet am Sonntag, den 19.11., von 14 bis 16 Uhr statt, ab Julius-Leber-Brücke, Nordseite, bei den Fahrradständern am Café Ess Eins ist der Treffpunkt.

Die Teilnahme beträgt 10 / bzw. 5 Euro.

Anmeldung und weitere Informationen unter: martin.forberg@web.de oder: 0160-870 5744.

Die „Rote Insel“ in Schöneberg ist ein kleiner, dicht bebauter Berliner „Kiez“, in dem sich Geschichte und Gegenwart ein spannendes Stelldichein geben. Die berühmtesten Gebäude sind das ehemalige Gasometer, auf dem sich heute das EUREF-Gelände befindet und die Königin-Luise-Gedächtniskirche.

Auf dem Spaziergang werden die Menschenrechte in ihrer Vielfalt am Beispiel konkreter Orte vorgestellt, z.B. das Recht auf Bildung, auf den Schutz vor rassistischer Diskriminierung und vor allen anderen Formen von Benachteiligung.

Weitere Themen sind u.a.: Frauenrechte, das Recht auf bezahlbaren Wohnraum, die Menschenrechte von Geflüchteten, Kinderrechte und das Recht auf eine inklusive Gesellschaft, die den verschiedenen Bedürfnissen der Menschen gerecht wird.

Die „Rote Insel“ war ein Schwerpunkt des sozialdemokratischen und kommunistischen Widerstandes gegen die Nazidiktatur. Berühmt wurden Julius und Annedore Leber. Rund um deren ehemalige Kohlenhandlung entsteht eine Gedenkstätte, die von engagierten Bürgerinnen und Bürgern initiiert wurde.

Der Weg führt auch zum Geburtshaus von Marlene Dietrich. Berühmte Schauspielerinnen und Schauspieler mit Roma-Herkunft werden vorgestellt, von denen dies kaum bekannt ist. Das ehemalige Kaufhaus Lesser ist ein Beispiel für die Diskriminierung von jüdischen Schönebergerinnen und Schönebergern in der Nazizeit. Es geht natürlich auch um Initiativen gegen antijüdischen, antimuslimischen und romafeindlichen Rassismus in der Gegenwart.

Vielfalt war immer ein Markenzeichen der Roten Insel: Ende des 19.Jahrhunderts wanderten Menschen aus vorwiegend katholischen Gegenden zu. Heute leben und arbeiten hier Einwander und ihre Kinder aus vielen Ländern: aus der Türkei, aus Ländern der EU, des Nahen Ostens, Afrikas und Lateinamerikas.

Vielfältig ist auch die soziale Zusammensetzung der Bevölkerung: traditionell ein Wohngebiet der kleinen Leute, sind in den letzten Jahren Angehörige der Mittelschichten hinzugekommen. Preiswerte und teurere Wohnungen wechseln sich ab.

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