Gazette Verbrauchermagazin DIN-A4-Bezirks-Magazine DIN-A5-Ortsteil-Journale

Annedore-Leber-Preis 2019 verliehen

Besonderes Engagement der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung

Preisträger Gregor Fitio, Firmeninhaber der Flyinc GmbH, mit Festrednerin Elke Büdenbender. Foto: ALBBW/U. Steinert
Preisträger Gregor Fitio, Firmeninhaber der Flyinc GmbH, mit Festrednerin Elke Büdenbender. Foto: ALBBW/U. Steinert
Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau Mai 2019
Anzeige
Guthmann & Guthmann

Der diesjährige Annedore-Leber-Preis wurde am 13. März an das Berliner Unternehmen Flyinc verliehen. Die Flyinc GmbH wurde vor allem für ihren Ideenreichtum und ganz besonderen Einsatz bei der Ausbildung junger Menschen mit Behinderungen ausgezeichnet: Mit nur zwölf Angestellten bildete die Multimedia-Agentur vier junge Menschen mit Handicap aus. Ein Absolvent zählt nun zum Spezialisten-Team der Multimedia-Agentur mit den Geschäftsschwerpunkten Internet, Filmproduktion, Schauspielagentur und Kameraverleih. Laudator und Vorsitzender des ALBBW-Fördervereins Annedore, Konrad Tack, honoriert den Einsatz für mehr Chancengleichheit und Teilhabe als wesentlichen Eckpfeiler der Unternehmensphilosophie: „Die Stärkung von Jugendlichen mit Handicap ist bei Flyinc keine karitative Maßnahme, sondern ein Element einer vorausschauenden Personalentwicklung, um den Fachkräftebedarf auch in Zukunft zu decken.“

40 Jahre ALBBW

Mit der feierlichen Preisverleihung beging das Berliner Berufsbildungswerk den Auftakt seines Jubiläumsjahres: Seit 40 Jahren bildet das ALBBW junge Menschen mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf aus, um ihnen den Weg ins Berufs- und Arbeitsleben zu ebnen. Margrit Zauner, Vorstandsvorsitzende des Trägervereins Berufsbildungswerk Berlin e. V., resümiert: „Wir haben viel erreicht, aber es bleibt weiterhin viel zu tun – bis alle Unternehmen die besonderen Potenziale von Fachkräften mit Handicaps erkennen und nutzen.“ Insgesamt haben sich 13 Unternehmen, Organisationen und Projektträger aus ganz Deutschland um den Annedore-Leber-Preis 2019 beworben. Der Preisjury 2019 gehörte unter anderem Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler an.

Umfassende Ausbildung

Der mit 1000 Euro dotierte Preis wird vom Berufsbildungswerk Berlin e. V. und dem Förderverein Annedore gestiftet. Gewürdigt werden Unternehmen, Organisationen und Projektträger aus Deutschland, die sich bei der Eingliederung von Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Arbeit beispielhaft hervorgetan haben. Auch Namensgeberin Annedore Leber engagierte sich für Auszubildende. 1949 gründete sie den Verein „Handwerker-Lehrstätten Britz“. 1969 wurde der Verein anlässlich des 20jährigen Bestehens und zu Ehren der mittlerweile verstorbenen Gründerin in „Annedore-Leber-Ausbildungsstätten“ umbenannt. Seit 1974 ist das „Berufsbildungswerk Berlin e. V.“ auf dem Gelände ansässig, dass später in „Annedore-Leber-Berufsbildungswerk“ umbenannt wurde. Hier werden junge Menschen mit Behinderung umfassend ausgebildet und auf die betriebliche und gesellschaftliche Realität vorbereitet. Die Ausbildung erfolgt in 29 verschiedenen Berufen, darunter Maler-/in und Lackierer-/in, Änderungsschneider-/in, Hauswirtschafter-/in und viele weitere. Mehr Informationen unter www.albbw.de .

© Gazette Verbrauchermagazin GmbH 2019