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Wort des Bezirksbürgermeisters

Charlottenburg-Wilmersdorf Mai 2019

Erschienen in Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf Mai 2019
Reinhard Naumann
Reinhard Naumann

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Seit dem 11. April können wir uns über ein neues Bezirksamtsmitglied freuen: der bisherige Bezirksverordnete Detlef Wagner (CDU) wurde in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zum neuen Bezirksstadtrat gewählt. Er übernimmt das Ressort „Soziales und Gesundheit“ vom verstorbenen Kollegen Carsten Engelmann. Bezirksstadtrat Arne Herz (CDU) wurde zum Stellvertretenden Bezirksbürgermeister gewählt. So ist unser Bezirksamtskollegium nach 13 Monaten wieder komplett. Ich gratuliere beiden Kollegen auch an dieser Stelle sehr herzlich!

„1948. Die Ausstellung“

Am Donnerstag, dem 2. Mai, eröffne ich um 18 Uhr gemeinsam mit Dr. Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung, und dem Kurator Oren Osterer die Israel-Ausstellung mit dem Titel „1948. Die Ausstellung“ im Festsaal (3. Etage) im Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin, die vom 3. – 31. Mai im Foyer vor dem Festsaal in der 3. Etage im Rathaus Charlottenburg zu sehen ist. Zuvor wurde sie in Hamburg gezeigt. Führungen sind auf Anfrage möglich (1948@dein-ev.net). Begleitet wird die Ausstellung seitens der Deutschen-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg durch mehrere Vorführungen des Filmes „Hummus“ und weitere Veranstaltungen.

Charlottenburg-Wilmersdorf pflegt intensiv zwei Städtepartnerschaften mit Israel: Or-Yehuda (seit 1966) und Karmiel (seit 1985). Auch vor diesem Hintergrund freue ich mich über diese Ausstellung, denn leider gibt es viel zu wenig Wissen über die Staatsgründung Israels. 2018 feierte Israel seinen 70. Unabhängigkeitstag, an dem wir in besonderer Weise – nicht zuletzt vor dem Hintergrund unserer eigenen Geschichte mit Blick auf die Shoa – mit unseren israelischen Partnern verbunden gewesen sind. Ich lade Sie herzlich ein, sich bei einem Besuch dieser Ausstellung mit der Gründung und Geschichte Israels als dem einzigen demokratisch verfassten Staat im Nahen Osten vertraut zu machen.

Kiezspaziergang

Der 209. Kiezspaziergangs findet am Samstag, dem 11. Mai, wie immer um 14 Uhr statt und führt in den Süden unseres Bezirkes. Treffpunkt ist der südliche U-Bahn-Ausgang Heidelberger Platz in Richtung Aßmannshauser Straße. Von dort aus gehen wir zur Lindenkirche. Dann besuchen wir das Mosse-Stift, wo uns Dr. Thuns, der Leiter des Jugendamtes, erwartet. Der Spaziergang endet in der Gartenarbeitsschule „Ilse Demme“, wo das Team der Gartenarbeitsschule mit einer Überraschung aufwartet. Informationen über die bisherigen Kiezspaziergänge finden Sie im Internet unter www.kiezspaziergaenge.de .

Rheingauer Weinbrunnen

Gemeinsam mit BVV-Vorsteherin Annegret Hansen werde ich am Samstag, dem 11. Mai, um 16.30 Uhr den seit 1967 bestehenden Rheingauer Weinbrunnen auf dem Rüdesheimer Platz eröffnen.

Abgesehen von Sonntag, 12. Mai, wegen des Eröffnungswochenendes, wird es erstmals mit Rücksicht auf die Anwohnerschaft probeweise für dieses Jahr einen wöchentlichen Ruhetag geben: Sonntags erfolgt kein Ausschank. Insgesamt ist der Weinbrunnen bis Donnerstag, den 12. September, täglich von 15.00 bis 21.30 Uhr geöffnet.

Drei Winzer aus dem Partnerlandkreis Rheingau-Taunus bieten wieder ihre beliebten Weine und Sekte an. Dabei wechseln sich die Weingute Adam Basting (Winkel), Ferdinand Abel (Oestrich) und Wilhelm Nikolai (Erbach) in bewährter Weise ab.

Auch in diesem Jahr wird der Zugang zum Weinbrunnen barrierefrei möglich sein.

Gedenken an Dr. Magnus Hirschfeld

Ich lade ein zur Gedenkveranstaltung zum 151. Geburtstag – zugleich der 84. Todestag – von Dr. Magnus Hirschfeld am 14. Mai um 14.00 Uhr an der Gedenkstele, Otto-Suhr-Allee 93, gegenüber dem Rathaus Charlottenburg. Gemeinsam mit der 2011 gegründeten Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH), der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e. V. (MHG) und dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) erinnern wir uns des großen Arztes und Sexualwissenschaftlers, der hier in Charlottenburg von 1896 bis 1910 gewirkt hat. Dr. Magnus Hirschfeld wurde am 14. Mai 1868 in Kolberg geboren und starb an seinem Geburtstag 1935 in Nizza im Exil. In Charlottenburg hat er als Gründer und Vorsitzender des Wissenschaftlich-Humanitären Komitees mit dem Aufbau der ersten deutschen Homosexuellen-Bewegung begonnen. Von den Nationalsozialisten wurde sie verboten und verfolgt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat es viel zu lange gedauert, bis in Deutschland erfolgreich die weitgehende rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben erkämpft werden konnte.

Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter naumann@charlottenburg-wilmersdorf.de.

Herzlich grüßt Sie

Ihr
Reinhard Naumann
Bezirksbürgermeister

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