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Neubau der Moltkebrücke ab 2020

Autofahrer müssen Umwege in Kauf nehmen

Noch ist die Moltkebrücke eine Einbahnstraße.
Noch ist die Moltkebrücke eine Einbahnstraße.
Erschienen in Lichterfelde West Journal Juni/Juli 2019
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Ab 2020 gibt es eine veränderte Verkehrsführung am S-Bahnhof Botanischer Garten: Dort, wo aktuell bereits ein Engpass und eine Einbahnstraße ist, wird es für Autofahrer nächstes Jahr vorläufig kein Durchkommen mehr geben. Die Planung für den Abriss der alten und den Bau der neuen Moltkebrücke sieht einen Baubeginn am Anfang kommenden Jahres vor. Die Gründe für den Neubau sind Schäden an der Brücke, die nicht mehr repariert werden können. Daher ist ein kompletter Neubau notwendig.

Eine Behelfsbrücke soll ins Treppengebäude des Bahnhofs führen, eine weitere Brücke ermöglicht die Überquerung des Bahngeländes für Radfahrende und Fußgänger. Für Autofahrer bleibt dann der Bereich Moltkestraße zwischen der Hortensienstraße und dem Gardeschützenweg gesperrt. Die Regelungen für den Lieferverkehr für die Geschäfte und die Frage, ob es Ersatz für die wegfallenden Parkplätze gibt, sind noch nicht geklärt.

Der Hauptteil der Arbeiten kann tagsüber durchgeführt werden, nächtliche Arbeiten nach Betriebsende der S-Bahn sollen die Ausnahme bleiben. Hin und wieder kann es während der Baumaßnahmen zur Sperrung der provisorischen Brücken und des Bahnhofs kommen. Die S-Bahn wird zu diesen Zeiten einen Schienenersatzverkehr anbieten.

Helmuth Graf von Moltke

Die Moltkestraße wurde 1899 nach dem preußischen Feldherrn Helmuth Carl Bernhard von Moltke benannt. Die militärische Laufbahn des 1800 geborenen Moltke begann bereits im Alter von elf Jahren, als er mit seinen Brüdern in der Kadettenakademie Kopenhagen aufgenommen wurde. Nach seiner Ausbildung und dem Dienst in dänischen Regimentern bat er den dänischen König, ihm die Versetzung in die preußische Armee zu genehmigen. 1833 berief man ihn in den dortigen großen Generalstab. Sein weiterer Weg führte ihn bis in die Türkei, wo er an Kämpfen gegen kurdische und ägyptische Truppen teilnahm. Zurück in Deutschland folgte 1846 die Beförderung zum Generalmajor. Er galt als kluger Stratege und siegreicher Schlachtenlenker. Für Siege gegen Frankreich verlieh ihm der König von Preußen, der spätere Kaiser Wilhelm I., den erblichen Titel eines Grafen. Er war der Urgroßonkel des Widerstandskämpfers Helmuth James Graf von Moltke, der wegen des Widerstands gegen Hitler hingerichtet wurde.

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