Schöneberg
Gedenkort Schwerbelastungskörper wieder geöffnet

01.04.2025: Der „Schwerbelastungskörper“ zeugt bis heute von den größenwahnsinnigsten Bauvorhaben, die es je für Berlin gegeben hat. Unter der Leitung des Generalbauinspektors Albert Speer, dem Architekten Adolf Hitlers, wurde ab 1937 ein gigantisches Projekt geplant, mit dem Berlin völlig neu gestaltet werden sollte.
Nach den Plänen hätten zwei Magistralen, die sogenannte »Ost-West-Achse« und die »Nord-Süd-Achse«, die neue »Welthauptstadt« wie ein Kreuz durchschnitten. Die größte Aufmerksamkeit galt der Nord-Süd-Achse mit ihrer 7 Kilometer langen und 120 Meter breiten Prachtstraße. An deren Ende war ein gewaltiger Triumphbogen geplant, der alle baulichen Dimensionen Berlins gesprengt hätte. Der Zweite Weltkrieg setzte der menschenverachtenden Stadtplanung der Nationalsozialisten ein Ende.
Mit dem Schwerbelastungskörper aus Beton und Stahlbeton, der ein Gewicht von 12.650 Tonnen hat, sollte die Belastbarkeit des Bodens getestet werden. Da das Bauwerk im Wohngebiet liegt, wurde es nach Kriegsende nicht gesprengt.
Der Informationsort Schwerbelastungskörper, General-Pape-Straße/Loewenhardtdamm, ist dienstags bis donnerstags sowie samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Jeden 1. Sonntag im Monat um 15 Uhr finden kostenlose Führungen statt. Der Eintritt ist frei.